Kinder der Pfarrei St. Lamberti mit neuer Aktion
„Segen to go“ – mitten in der Stadt

mÜNSTER -

Viel Zuspruch erlebten die Sternsinger mit ihrer Aktion „Segen to go“. Am Montag waren Kinder der Pfarrei St. Lamberti auf dem Kirchplatz unterwegs, um Passanten den Segen zu spenden. Das Angebot wurde gut angenommen.

Montag, 06.01.2020, 20:00 Uhr
Sternsinger der Pfarrei St. Lamberti beim erfolgreichen Spendensammeln auf dem Kirchplatz (v.l.): Nico Teigelkamp, Leni Marie Teigelkamp, Marret Fahrendorf, Clarissa Sophie Arracher
Eine Passantin und die Sternsinger der Pfarrei St. Lamberti beim erfolgreichen Spendensammeln auf dem Kirchplatz (v.l.): Nico Teigelkamp, Leni Marie Teigelkamp, Marret Fahrendorf, Clarissa Sophie Arracher Foto: Matthias Ahlke

Sie singen ein Lied, geben den Segen und sammeln Spenden für Kinder in der ganzen Welt. Auf dem Kirchplatz vor der St.-Lamberti-Kirche waren am Montag Mädchen und Jungen von 11 bis 18 Uhr als Heilige Drei Könige unterwegs. Und das mit einer ganz neuen Aktion: den „Sternensingersegen to go“.

So konnten sich alle, die noch keinen Segen an der Haustür bekommen hatten, diesen mitten im Alltag und mitten in der Innenstadt abholen. Stephan Orth, pastoraler Mitarbeiter in St. Lamberti, freute sich über den großen Zuspruch und erklärt, wie es zu der Idee kam: „Viele sind im Urlaub oder arbeiten, wenn die Sternensinger von Haustür zu Haustür laufen. Wir nehmen diese Realität ernst, und genau deswegen stehen wir hier.“

Kaum haben sich die Sternsinger aufgestellt, kommen auch schon die ersten neugierigen Passanten, um sich ihren Segen abzuholen. „Ich finde diese Idee klasse. Für mich und meine Familie ist der Segen sehr wichtig“, sagt Renate Remann aus Münster. Die 49-Jährige kam spontan vorbei, um sich den Segen „to go“ abzuholen. Eine Dame, die zufällig auf die Aktion gestoßen war, erzählt: „Ich war sehr überrascht über die Sternsinger hier und finde das echt super.“

Aktion „Segen to go“ der Sternsinger von St. Lamberti am 6. Januar 2020

1/21
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke

Außerdem sammeln die Sternsinger der Pfarrei St. Lamberti Spenden für ihre Altersgenossen in der ganzen Welt. „Wir sammeln Geld für die Kinder im Libanon, weil die Grundversorgung dort nicht so gut ist“, erklärt Marret Fahrendorf. Die Zwölfjährige ist Teil des Sternsingersegens zum Mitnehmen. Die Spenden gehen zunächst an das Kindermissionswerk. Dort werden sie gezählt und an die einzelnen Hilfsprojekte in der Welt verteilt.

Beispielland ist in diesem Jahr der Libanon. Die Sternsinger wollen mit dem Fokus auf dieses Land darauf aufmerksam machen, wie wichtig Frieden auf der ganzen Welt ist. Der Bürgerkrieg hatte im Libanon tiefe Wunden hinterlassen.

40 Sternsinger waren am Wochenende aus der Pfarrei St. Lamberti in Münster von Tür zu Tür gezogen. „In diesem Jahr haben wir mehr Sternsinger denn je“, erzählt Pfarrer Hans-Bernd Köppen stolz. „Wir gehen davon aus, dass wir mehr gesammelt haben als im vergangenen Jahr. Wir konnten am Wochenende schon rund 6700 Euro  sammeln“, ergänzt Stephan Orth. Bei der „Sternsinger to go“-Aktion wurden weitere 2300 Euro gesamt, sodass insgesamt 9000 Euro zusammenkamen. Orth: „Wir sind extrem glücklich über dieses Ergebnis und unglaublich stolz auf unsere Sternsinger-Kinder.“

Bundesweit engagierten sich 300 000 Kinder, die von Tür zu Tür gingen, den Segen erteilten und Spenden einsammelten. Dahinter steht das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend. Die Aktion startete 1959 und hat sich zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt konnten über die Jahre rund 1,14 Milliarden Euro gesammelt und damit mehr als 74 400 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7175201?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker