Grünen-Anfrage an die Landesregierung
Versuchslabor Covance: 183 Kontrollen in zehn Jahren

Münster -

Das Tierversuchlabor Covance steht schon länger in der Kritik. Die Grünen haben zu den Kontrollen jetzt eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet.

Dienstag, 07.01.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 07.01.2020, 20:27 Uhr
Mit einem Lichtermarsch protestierten Tierschützer und andere Gruppen gegen Tierversuche
Mit einem Lichtermarsch protestierten Tierschützer und andere Gruppen vor wenigen Wochen gegen Tierversuche Foto: Matthias Ahlke

183 Mal hat das zuständige Veterinäramt das Labor der Firma Covance kontrolliert, und zwar zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2018. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion der Grünen hervor. Aber: Ob und wie häufig dabei gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde, teilt das zuständige Umweltministerium nicht mit. „Da von den Antworten auch schutzbedürftige Rechtspositionen des Unternehmens betroffen sind, werden diese Angaben als nicht veröffentlichungswürdig eingestuft.“

Das Tierversuchslabor des amerikanischen Unternehmens Covance in Münster steht schon länger in der Kritik. Covance plane eine Erweiterung seiner Kapazitäten am Standort Münster, wodurch zukünftig mehr Affenversuche stattfinden werden. „Diese Pläne werden durch Proteste in der Zivilgesellschaft kritisch begleitet“, heißt es in der Anfrage.

In ihrer Anfrage erinnern die Grünen an das Tierversuchslabor LPT in Hamburg, das gleichsam regelmäßig durch Verstöße gegen das Tierschutzgesetz aufgefallen sei und nach großen Protesten wohl 2020 geschlossen werde.

Aufforderung zu zeitnahen Kontrollen

Das Umweltministerium schreibt dazu, dass die Kreise in der Konsequenz zu einer zeitnahen Kontrolle von Tierversuchseinrichtungen aufgefordert worden seien. Daneben seien die „mit der Überwachung von Tierversuchen befassten Mitarbeiter in einer zweitägigen Fortbildung“ besonders geschult worden.

Die Fortbildungen sollen zukünftig in regelmäßigen Abständen angeboten werden, „um eine an die besonderen Anforderungen an die Kontrolle von Tierversuchseinrichtungen angepasste Überwachung zu gewährleisten“.

Demonstration gegen Tierversuchslabor

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Weiter schreibt das Ministerium, der gesellschaftliche Anspruch an die Sicherheit von Arzneimitteln sei hoch, „und das zu Recht“. Darum würden die Wirksamkeit, Verträglichkeit und die Qualität neuer Medikamente – genauso wie die anderer Medizinprodukte – streng kon­trolliert.

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