Viel Praxis gibt es im Bildungsgang für Heilerziehungspfleger
Mehrere Stationen in der Praxis

Münster -

Azubis gesucht! Direkt zum Jahresbeginn fällt der Startschuss für einen neuen Bildungsgang am Anne-Frank-Berufskolleg. Zusammen mit Trägern aus der Behindertenhilfe werden so neue Ausbildungsplätze in Münster geschaffen.

Freitag, 10.01.2020, 11:00 Uhr
Acht Träger der Behindertenhilfe haben eine Kooperation mit dem Anne-Frank-Berufskolleg geschlossen. Daraus ergeben sich 25 Ausbildungsplätze zum Beruf des Heilerziehgunspflegers.
Acht Träger der Behindertenhilfe haben eine Kooperation mit dem Anne-Frank-Berufskolleg geschlossen. Daraus ergeben sich 25 Ausbildungsplätze zum Beruf des Heilerziehgunspflegers. Foto: Tim Börjesson

Ab sofort läuft das Bewerbungsverfahren für den neuen Bildungsgang am Anne-Frank-Berufskolleg: „Praxisintegrierte Heilerziehungspflege“ (PiA-HEP). „Angesprochen sind junge motivierte Menschen, aber auch Quereinsteiger. Wir wollen damit dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, meint Abteilungsleiter, Norbert Göttker. Damit fällt der Startschuss für 25 neue Ausbildungsplätze. Am 1. August geht es dann mit der dreijährigen Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger los – vergütet wird nach Tarif, erläutert Göttker.

Das Konzept der Ausbildung zum Heilerziehungspfleger wurde völlig erneuert. Im Vordergrund steht dabei die große Spannweite und die Perspektive, viele praktische Eindrücke zu bekommen. „Die Auszubildenden bekommen die Möglichkeit, Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen zu sammeln“, erklärt Norbert Göttker. Die Azubis können beispielsweise in Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen, in Werkstätten oder in anderen Einrichtungen arbeiten – quasi mit Menschen jeden Alters. In den drei Jahren sollen mehrere Praxisstationen „abgeklappert“ werden. So sollen die Azubis bestmöglich pflegerisch und sozialpädagogisch ausgebildet werden. Möglich macht das eine Kooperation aus insgesamt acht Trägern der Behindertenhilfe mit dem Berufskolleg: Alexianer, Lebenshilfe Münster, Westfalenfleiß, Stift Tilbeck, LWL Wohnverbund, Haus vom Guten Hirten, Caritasverband und die Ambulanten Dienste Münster.

Die neuen Ausbildungsplätze sollen den Lernort Schule und Praxis verbinden. „Es ist ein permanenter Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Zwei Tage in der Woche haben die Azubis Schule und drei Tage arbeiten sie direkt im Betrieb mit“, so Göttker.

Für alle Interessierten findet am Donnerstag (23. Januar) um 18 Uhr ein Informationsgespräch am Anne-Frank-Berufskolleg, Standort Kreuzviertel, Coerdestraße 60/68, statt. Dort gibt es die Möglichkeit, mehr über den neuen Bildungsgang zu erfahren. Die schriftlichen Bewerbungsunterlagen sollen an das Anne-Frank-Berufskolleg gerichtet werden. Von dort aus werden dann die Ausbildungsplätze in den verschiedenen Einrichtungen koordiniert. „Es ist also nicht notwendig, vorab einen Praxisplatz zu haben.“

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