„Kleine Fächer“ forschten zu aktuellen Themen
Neue Ausstellung im Archäologischen Museum

Münster -

Migration, Kommunikation und Nachhaltigkeit sind nicht nur die großen Themen der Gegenwart – sondern beschäftigten auch schon vor Jahrtausenden die Menschen. Eine neue Ausstellung im Archäologischen Museum präsentiert Beispiele. Erarbeitet wurde sie von den „kleinen Fächern“ der Universität.

Freitag, 10.01.2020, 13:14 Uhr
Haben an der Ausstellung mitgearbeitet: (v.l.): Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Prof. Dr. Angelika Lohwasser, Saskia Erhardt, Dr. Helge Nieswandt und Dr. Inken Rabbel.
Haben an der Ausstellung mitgearbeitet: (v.l.): Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Prof. Dr. Angelika Lohwasser, Saskia Erhardt, Dr. Helge Nieswandt und Dr. Inken Rabbel. Foto: ah

Ohne Migration hätten die Ur-Westfalen vor 8000 Jahren weder Brot noch Milchprodukte, Häuser oder Haustiere gehabt. Über Einwanderer aus dem Orient gelangten damals neue Lebensweisen und Lebensmittel nach Europa. In der neuen Ausstellung im Archäologischen Museum der Universität steht ein Exponat beispielhaft für die damaligen Veränderungen: ein Tongefäß aus Werl, das nach orientalischem Vorbild gefertigt wurde und ein Produkt enthielt, das aus der gleichen Region stammte: Getreide.

„Weltweit unverzichtbar“ lautet der Titel der Ausstellung, die bis zum 22. März zu sehen ist. Kleine Studienfächer wie Klassische Archäologie, Ägyptologie, Sinologie und Niederlandistik haben sich dafür unter dem Dach des Exzellenzclusters Religion und Politik mit großen Themen beschäftigt, die gerade den gesellschaftlichen Diskurs bestimmen: Migration, Kommunikation und Nachhaltigkeit.

Neue Ausstellung im Archäologischen Museum

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Die Ausstellung soll nicht nur zeigen, dass es all dies schon vor Jahrtausenden gab. Sondern auch, welch großen Beitrag die kleinen Fächer zu den Diskussionen unserer Zeit leisten können. „Unsere Beiträge sind unverzichtbar für das Verständnis von dem, was heute passiert“, sagt Prof. Dr. Achim Lichtenberger, Direktor des Museums und Professor für Klassische Archäologie.

Dass es Fake News auch schon in der Antike gab, beweisen zwei Münzen aus Alexandra Troas (Kleinasien). Die Stadt legte sich damals eine frei erfundene Geschichte zu – und verbreitete sie auf Geldstücken, die so zu einem Kommunikationsmittel wurden.

Ein Beispiel für frühe Nachhaltigkeit sind Papyri aus Ägypten. Sie wurden gleich mehrfach und von allen Seiten wiederverwendet, denn Papyrus war rar und entsprechend wertvoll.

Gerade weil die kleinen Fächer so klein sind, sind sie heute besonders gut vernetzt – national und international, betont die münsterische Ägyptologin Prof. Dr. Angelika Lohwasser.

Unter „kleinen Fächern“ versteht man übrigens Lehrfächer an Hochschulen, die nur über wenige Professoren und Standorte verfügen. Deren große Bedeutung ist auch der Hochschulrektorenkonferenz bewusst. Die Ausstellung in Münster findet im Rahmen der von ihr ausgerufenen „Kleine-Fächer-Wochen“ statt, die bundesweit deren Sichtbarkeit und Potenziale verdeutlichen soll.

Zum Thema

Die Ausstellung ist bis 22. März dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.

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