Veloroute Münster-Nottuln
Untersuchungsbericht : Ausbau des Radwegs reicht aus

Münster-Gievenbeck -

Schlechte Nachrichten für die Befürworter eines zweiten Radwegs zwischen der Albert-Schweitzer-Straße und dem Dingbängerweg: Verkehrsplaner kamen zu dem Schluss, dass die aktuelle Wegeführung im Bereich zwischen Oxford-Kaserne und Dieckmannstraße nach entsprechendem Ausbau ausreichend ist.

Mittwoch, 15.01.2020, 08:58 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 09:00 Uhr
Das Planungsbüro „Loendersloot Groep“ empfiehlt, den vorhandenen Radweg im Kasernen-Bereich auszubauen und es dabei zu belassen.
Das Planungsbüro „Loendersloot Groep“ empfiehlt, den vorhandenen Radweg im Kasernen-Bereich auszubauen und es dabei zu belassen. Foto: Kay Böckling

Schlechte Nachrichten für die Befürworter eines zweiten Radwegs zwischen der Albert-Schweitzer-Straße und dem Dingbängerweg: Das niederländische Verkehrsplanungsbüro „Loendersloot Groep“ befasste sich anlässlich seiner Untersuchungen für Velorouten im Münsterland auch mit der Strecke Münster-Nottuln. Und die Verkehrsplaner kamen zu dem Schluss, dass die aktuelle Wegeführung im Bereich zwischen Oxford-Kaserne und Dieckmannstraße nach entsprechendem Ausbau ausreichend ist.

Das Planungsbüro untersuchte unter anderem auch den Teilbereich zwischen der Promenade und Roxel der gesamten Veloroute Münster-Nottuln. Und auch diesbezüglich gab es drei Untersuchungsbereiche: Promenade bis Anbindung Roxeler Straße, Roxeler Straße vor dem Kasernengelände und der Stadtteil Roxel.

Vier mögliche Routen im Bereich des Kasernengeländes

Für den Teilbereich „Kasernengelände“ erarbeiteten die Spezialisten vier mögliche Routen: über die Gievenbecker Reihe in und durch das Oxford-Quartier über die Lindenbreie bis zum Ramertsweg zurück auf die Roxeler Straße; die bereits vorhandene Nebenanlage an der Nordseite der Roxeler Straße wird optimiert und nach Veloroutenstandard ausgebaut; Nebenanlagen werden auf die Südseite der Roxeler Straße verlegt; Neubau einer Veloroutentrasse südlich des ehemaligen Offiziers-Casinos.

Untersucht und bewertet wurden die jeweiligen Varianten nach verschiedenen Kriterien. So spielten Reisezeit (Direktheit, Halte) sowie Sicherheit und Realisierbarkeit (Umsetzbarkeit, Kostenaufwand) eine wesentliche Rolle. Nach Abwägung aller Kriterien kamen die Fachleute zu dem Schluss: Die bereits vom Tiefbauamt vorgeschlagene Variante (Ausbau des vorhandenen Radwegs) kommt am ehesten in Betracht.

Minuspunkt hohe Kosten

Also empfehlen die Niederländer die zweite Route. Alle anderen Strecken hätten diesbezüglich negative Begleiterscheinungen. Gleich zwei Minuspunkte bekam der Neubau einer neuen Trasse in Bezug auf die Realisierbarkeit: „Grunderwerb ist notwendig und die Umbaumaßnahmen sind mit hohen Kosten verbunden.“ Das zweite Argument gilt zwar auch bei der von den Planungsexperten favorisierten Variante, aber: „Die Basis ist bereits vorhanden.“

Dieses Ergebnis ist allerdings noch nicht gleichbedeutend mit dem politischen „Aus“ für den zweiten Radweg. Diesbezüglich hat der Planungsausschuss das letzte Wort. Dieser hatte den betreffenden Radweg bereits mehrfach auf der Tagesordnung. Doch die Grünen hatten wiederholt Beratungsbedarf. Die nächste Sitzung findet am 6. Februar um 17 Uhr im Stadtweinhaus statt. Man darf gespannt sein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7194474?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker