Investition von 200 Millionen Euro
Bauarbeiten für den Forschungscampus Ost sind gestartet

Münster -

Mit dem Spatenstich am Donnerstag startete der Bau von zwei neuen Instituten des Universitätsklinikums. Das Medizinische Forschungs-Centrum ("MedForCe") und das "Body & Brain Institute Münster" (BBIM) sollen am Coesfelder Kreuz ein neues Eingangsportal bilden.

Donnerstag, 16.01.2020, 15:13 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 16:36 Uhr
Forschungscampus Ost aus der Perspektive Domagkstraße.
Forschungscampus Ost aus der Perspektive Domagkstraße. Foto: Visualisierung: /Abbildung: Nickl und Partner Architekten

"Es entstehen an zentraler Stelle neue, hochmoderne Forschungskapazitäten, in denen interdisziplinäre Teams und Spitzenforscher der Medizinischen Fakultät hervorragende Bedingungen vorfinden werden – zum Wohle der Patienten am UKM und weltweit." So kommentiert Prof. Frank Ulrich Müller, Dekan der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU), in seiner Rede den ersten Spatenstich für den künftigen Forschungscampus Ost.

Wie aus einer Pressemitteilung des UKM hervorgeht, sollen mit dem "MedForCe" (Medizinisches Forschungs-Centrum) und dem BBIM (Body & Brain Institute Münster) zwei neue Gebäude entstehen, die dann ein "östliches Eingangsportal" zum Campus der Universitätsmedizin bilden sollen.

Bauarbeiten wurden seit langer Zeit geplant

Das UKM plant den Bau der neuen Forschungseinheiten schon seit vielen Jahren in einer Arbeitsgruppe. Auf dem Gelände zwischen Coesfelder Kreuz und Waldeyerstraße sollen "große Forschungsflächen mit modernsten Labors und Funktionseinheiten" entstehen.

Dabei solle das "MedForCe" für Forschungsarbeiten der Institute für Virologie, medizinische Mikrobiologie und Hygiene bereitstehen, während im BBIM das "Wechselspiel von Körper und Gehirn" untersucht werden soll. Besonders die gemeinsame Forschung interdisziplinärer Teams soll im BBIM gefördert werden.

Große Bedeutung über Münster hinaus

An den Feierlichkeiten beim Spatenstich am Donnerstag nahm auch die Landesministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, teil. In ihrer Rede betonte sie die große Bedeutung der neuen Institute für Münster und auch darüber hinaus. "Wesentliche Voraussetzungen für exzellente Universitätsmedizin sind effiziente und leistungsfähige Infrastrukturen. Mit dem Medizinischen Forschungs-Centrum und dem 'Body & Brain Institute' soll dies künftig gelingen", so die Ministerin.

Zum Thema: Forschungscampus Ost
  • Das MedForCe hat eine Nutzfläche von rund 12.500 Quadratmetern Nutzfläche. Die Gesamtkosten betragen rund 130 Millionen Euro.
  • Das BBIM wird eine Nutzfläche von knapp 4.000 Quadratmetern Nutzfläche haben. Hierfür liegen die Gesamtkosten bei rund 70 Millionen Euro.
  • Die Gebäudeeinheiten bestehen aus 14 sogenannten Standard-Laborclustern - inklusive zugehöriger Büros und Räumen für sogenannte Core Facilities. Dabei handelt es sich um Einrichtungen, in denen den Wissenschaftlern moderne Labormethoden zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung stehen.
  • Das "MedForCe" mit dem BBIM als zentralem Gebäudekomplex erstreckt sich entlang des Rishon-le-Zion-Rings und auf dem derzeitigen Parkplatz am Coesfelder Kreuz sowie der angrenzenden – künftig entfallenden und jetzt abgesperrten – Querspange zur Domagkstraße. Zusammen mit weiteren Gebäudeteilen und einem Parkhaus soll das Gesamtgelände entsprechend dem „Masterplan 2028“ der münsterischen Universitätsmedizin sukzessive zum neuem Forschungscampus Ost entwickelt werden.
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