200 Gäste beim „Women-in-Business-Dinner“
Geballte Frauen-Kompetenz im Rathaus

Münster -

Die Wertschätzung des Unternehmerinnen-Netzwerks Frauen u(U)nternehmen geht inzwischen weit über das Münsterland hinaus. Beim 16. Women-in-Business-Dinner im Rathausfestsaal mit rund 200 Gästen ging die Vizepräsidentin der IHK Köln, Dr. Sandra von Möller, auf die Bedeutung von Frauen in der Wirtschaft und Innovationen im Allgemeinen ein.

Freitag, 17.01.2020, 21:30 Uhr aktualisiert: 17.01.2020, 22:39 Uhr
In guter Gesellschaft ist Dr. Sandra von Möller. Sie trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Karin Reismann ins Goldene Buch der Stadt ein und nahm einen Schluck aus dem Goldenen Hahn.
In guter Gesellschaft ist Dr. Sandra von Möller. Sie trug sich im Beisein von Bürgermeisterin Karin Reismann ins Goldene Buch der Stadt ein und nahm einen Schluck aus dem Goldenen Hahn. Foto: Oliver Werner

Das Netzwerken erfolgreicher Unternehmerinnen hört nicht an den Bezirksgrenzen der Industrie und Handelskammer Nord Westfalen auf. „Hinter´m Tellerrand geht´s weiter...“, formulierte es die Vorsitzende des Vereins Frauen u(U)nternehmen, Dagmar Merfort, vor rund 200 Gästen beim festlichen WiB-Dinner (Women in Business) am Freitagabend im Rathaus. Kooperationen und Kontakte gebe es inzwischen unter anderem mit Unternehmerinnen-Netzwerken in Ostwestfalen-Lippe, im Osnabrücker Raum und auch im IHK-Bezirk Köln. Den Beweis lieferte Festrednerin Dr. Sandra von Möller, Vizepräsidentin der IHK Köln, und Geschäftsführerin des Unternehmens Bäro, das sich auf innovative Lichtsysteme zur Ausleuchtung von Verkaufsflächen und Technologien für hygienische Luft, Wasser und Oberflächen spezialisiert hat.

Plädoyer für übergreifende Netzwerke

Die promovierte Juristin und Expertin für Steuerrecht mit internationaler Berufserfahrung demonstrierte anschaulich, dass Frauen immer noch nicht die gleichen Chancen wie Männer haben. „Und je erfolgreicher wir Frauen in unseren Berufen und mit unseren Unternehmen sind, desto wirksamer werden unsere Frauennetzwerke. Diese müssen übergreifend sein“ und sich auf Politik, Wirtschaft, Lehre, Forschung und Medien beziehen. Die Festrednerin ging zudem darauf ein, wie sich ethische und rechtliche Rahmenbedingungen (Stichworte: Digitalisierung und Verbraucherschutzrechte) auf Innovationen auswirken.

Viel Lob für die Arbeit des Unternehmerinnen-Forums gab es von Bürgermeisterin Karin Reismann. Sie verglich die Gründerinnen mit der Entdeckungsreise von Kolumbus. „Ich weiß, dass auch Frauen u(U)nternehmen e.V. damals nach fünf Jahren des Wirkens den Plan, ein Pendant zum Kramermahl zu schaffen, gegen viele, viele Zweifel und noch mehr Ablehnung durchgesetzt hat.“

WiB-Dinner 2020

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Mut und Visionen 

„Durchstarten. Gemeinsam. Stark“ – so titelt das Netzwerk sein aktuelles Jahresprogramm. „Und so erlebe ich Sie auch“, erklärte Reismann. „Mit Mut, Visionen und außergewöhnlichen Ideen haben Sie die Skeptiker überzeugt; und mit viel Energie haben Sie Ihre Ideen in die Tat umgesetzt.“ Reismann hatte übrigens im Jahr 2005 das erste WiB-Dinner im historischen Rathaus eröffnet.

Der Einsatz für weibliche Gründerinnen und der Ausbau von Kontakten und Kooperationen zu anderen Unternehmerinnennetzwerken „sind zentrale Ziele unserer Arbeit“, unterstrich Merfort. So solle in diesem Jahr im Rahmen der Unternehmerinnenpreis-Verleihung erstmals auch ein Preis an eine Start-up-Unternehmerin gehen.

Apropos Blick über den Tellerrand: Im Jahr 2020 ist laut Merfort zudem eine Business-Reise nach Bulgarien geplant, um sich mit Unternehmerinnen aus der Anlagen- und Maschinenbaubranche auszutauschen.

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