WiB-Dinner-Festrednerin Dr. Sandra von Möller
Viel Herzblut für soziale Projekte

Münster -

Dr. Sandra von Möller, Unternehmerin und Vizepräsidentin der Industrie und Handelskammer Köln, übernimmt große Verantwortung im sozialen Bereich und macht sich für Frauen in Führungspositionen stark.

Freitag, 17.01.2020, 21:30 Uhr
Dr. Sandra von Möller
Dr. Sandra von Möller Foto: pd

Sie spiegelt mit ihrer Arbeit die Kerninteressen des Vereins Frauen u(U)nternehmen. Festrednerin Dr. Sandra von Möller (50) tritt als Unternehmerin und Vizepräsidentin der IHK Köln nicht nur vehement für eine Stärkung von Frauen in Führungspositionen ein, sondern übernimmt zudem große unternehmerische Verantwortung im sozialen Bereich. Unsere Redakteurin Karin Höller sprach mit der promovierten Rechtswissenschaftlerin über die Arbeit ihres 2003 gegründeten Vereins KIDsmiling.

Was war die Initialzündung für die Gründung von KIDsmiling?

von Möller: Während meines Referendariats am Jugendstrafgericht in Duisburg habe ich gesehen, was Armut bedeutet. Geschockt hat mich die Perspektivlosigkeit vieler junger Menschen, die trotz unseres kostenlosen Schulsystems abgehängt wurden. In Abstimmung mit dem Jugendamt Köln habe ich dann 2003 mit KIDsmiling das erste eigene Projekt gestartet. Ein Fußballprojekt, bei dem Kinder und Jugendliche einmal pro Woche kostenlos auf örtlichen Bolzplätzen trainiert werden. Derzeit bieten wir in einigen Städten in der Region Köln/Bonn/Düsseldorf wöchentlich 32 Trainingseinheiten an. Zwei Drittel der rund 500 teilnehmenden Mädchen und Jungen haben einen Migrationshintergrund.

Dabei blieb es nicht.

von Möller: Wir wollten Mut machen und Perspektiven aufzeigen und haben ergänzend Kochworkshops und Berufsorientierungsveranstaltungen angeboten.

Welche sind die wichtigsten Etappenziele, die Sie erreicht haben?

von Möller: Viele Teilnehmer sind in den vergangenen Jahren mit uns groß geworden. Wir registrieren neben der sportlichen Verbesserung ein besseres Sozialverhalten, mehr Fairplay und stellen fest, dass die Trainer sowohl als Ansprechpartner als auch als Vorbilder dienen. Es freut mich sehr, dass einige Teilnehmer ihren Realschulabschluss oder gar das Abitur schaffen.

Haben Sie weitere Projekte in der Pipeline?

von Möller: Wir nehmen uns des Themas digitale Bildung an, wollen die Kinder über Chancen, aber auch Gefahren aufklären und Basics im Programmieren vermitteln. In den Osterferien starten wir damit zunächst in Köln.

Wie schaffen Sie es, die Arbeit als Unternehmerin, IHK-Repräsentantin, Mutter dreier Kinder und Projektkoordinatorin unter einen Hut zu bringen?

von Möller: Ich bin gut organisiert, arbeite sehr strukturiert und habe gute Mitarbeiter. Ich stecke fast meine gesamte Freizeit in die Projekte.

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