„Immissionsarme Innenstadt“
„Münster ist bunt“: Vorschläge für bessere Luft

Münster -

Wofür steht eigentlich die neue Vereinigung „Münster ist bunt“, die im September bei der Kommunalwahl antreten will? Das wird derzeit in internen Runden und öffentlichen Diskussionen erarbeitet. ein Thema ist schon mal benannt: die „immissionsarme Innenstadt“ . . .

Mittwoch, 22.01.2020, 16:42 Uhr aktualisiert: 24.01.2020, 15:44 Uhr
Jürgen Buxbaum (l.) und Werner Szybalski von „Münster ist bunt“ stellen ihren Plan für eine immissionsarme Innenstadt vor.
Jürgen Buxbaum (l.) und Werner Szybalski von „Münster ist bunt“ stellen ihren Plan für eine immissionsarme Innenstadt vor. Foto: spe

Die Vereinigung „Münster ist bunt“ ist noch nicht offiziell gegründet, steckt aber schon tief in Programmdebatten. Am 27. Januar soll etwa die Frage, wie die Luft in Münsters Innenstadt besser werden könne, öffentlich diskutiert werden.

Vorab wurden bereits die wichtigsten Ziele vorgestellt: Ein zentraler Bereich, der nicht ganz dem Stadtkern innerhalb der Promenade entspricht, soll so schnell wie möglich, ein zweiter Bereich innerhalb des Rings nach und nach sauber werden. Man habe sich auf den Begriff „immissionsarm“ verständigt, weil „immissionsfrei“ nicht zu realisieren sei.

„Öffentlicher Güternahverkehr“ (ÖGNV)

Werner Szybalski und Jürgen Buxbaum von „Münster ist bunt“ schwebt folgendes Programm vor: kostenloser Busverkehr zunächst in Zone eins (24 Bushaltestellen), später in Zone zwei (94 Bushaltestellen). Sodann die Beschränkung des Lieferverkehrs auf die Zeit von 4 bis 11 Uhr, schließlich der Verzicht auf Diesel und Benziner aller Art. Damit Waren aller Art auch künftig von A nach B gelangen, sollte es analog zum Personennahverkehr einen öffentlichen Güternahverkehr geben, idealerweise als städtisches Tochterunternehmen organisiert. Aus öffentlichen Tiefgaragen und Parkhäusern könnten unter anderem Verteilstationen werden.

„Zukunftsmusik“

Dies alles sei „Zukunftsmusik“, räumen die beiden ein, und finanzielle Konsequenzen müssten sicher noch gründlich bedacht werden. Aber: „Wir wollen das in die Diskussion bringen, um es umzusetzen“, sagt Werner Szybalski. „Ob das durch uns oder andere geschieht, ist völlig egal.“ Was auch bedeute: Kompromisse, die in eine ähnliche Richtung zielen, bleiben denkbar – Jürgen Buxbaum bringt etwa das Wiener Ein-Euro-Ticket als „Zwischenlösung“ ins Gespräch.

Wer mitreden möchte: Am kommenden Montag (27. Januar) um 19 Uhr ist dazu im „Rumpelstübchen“ an der Mecklenburger Straße 19 Gelegenheit.

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