Kommunalwahl 2020
Markus Lewe geht wieder ins Oberbürgermeister-Rennen

Münster -

Lange hat sich Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe bedeckt gehalten, ob er erneut bei der OB-Wahl im Herbst antreten wird. Am Dienstagabend erklärte er sich seiner Partei.

Mittwoch, 29.01.2020, 06:55 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 07:21 Uhr
Markus Lewe (l.) gab beim Neujahrsempfang der CDU Münster seine erneute Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt.
Markus Lewe (l.) gab beim Neujahrsempfang der CDU Münster seine erneute Kandidatur für das Amt des Oberbürgermeisters bekannt. Foto: Oliver Werner

Um 20.53 Uhr stiehlt dann doch noch Münsters Oberbürgermeister dem NRW-Ministerpräsidenten die Show: Als Markus Lewe seine Bereitschaft erklärt, im Herbst wieder als OB-Kandidat der Christdemokraten ins Rennen gehen zu wollen, branden Jubel und Beifall im LBS-Foyer auf, wo sich rund 600 Parteimitglieder und Gäste am frühen Abend zum CDU-Neujahrsempfang eingefunden haben. „Ich bin mir sicher, wir packen das zusammen“, ruft Lewe in die Menge.

Als Ehrengast der Veranstaltung ist dessen Parteifreund, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, gekommen. Dieser nutzt gleich mehrfach die Gelegenheit, die aus seiner Sicht besonderen Seiten Münsters hervorzuheben – etwa bei der wissenschaftlichen Exzellenz in der Batteriezellforschung oder beim Verweis auf das landesweit schlechteste Wahlergebnis der AfD gerade in Münster.

CDU-Neujahrsempfang mit Armin Laschet

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  • NRW-Ministerpräsident Armin Laschet

    Foto: Oliver Werner
  • Gruppenfoto mit Armin Laschet

    Foto: Oliver Werner
  • Münsters CDU-Chef Hendrik Grau (l.) begrüßte die Gäste.

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  • Laschet mit Elfriede Möllers und Sybille Benning (l.)

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Gruppenfoto mit Armin Laschet

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Laschet mit der CDU-Landtagsabgeordneten Simone Wendland

    Foto: Oliver Werner
  • Klimaaktivisten enthüllten Banner.

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  • Laschet (l.) diskutierte mit Klimaaktivisten.

    Foto: da
  • Protest am Rande des Neujahrsempfangs

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  • Laschet im Gespräch mit Aktivisten (l.)

    Foto: da
  • Armin Laschet

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  • Hendrik Grau mit Armin Laschet und OB Markus Lewe (von links)

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  • Hendrik Grau begrüßte die Gäste

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Protest gab es auch vor dem LBS-Gebäude, wo der Empfang stattfand

    Foto: Oliver Werner

Während draußen vor der Tür Klimaaktivisten verschiedener Gruppen gegen den jüngst erzielten Kohlekompromiss demonstrieren, macht Laschet einen 45-minütigen Polit-Streifzug auf der Bühne – von der großen Weltpolitik bis zu den Dörfern des Münsterlandes.

Laschet diskutiert mit Klimaaktivisten

Souverän reagiert der Ministerpräsident auf Klimaaktivisten, die sich unter das Publikum gemischt haben und seine Rede gleich mehrfach mit Zwischenrufen und Transparenten unterbrechen. Laschet hört zu, verweist aber auch offensiv auf die Bemühungen des Landes, ein Ende der Kohle-Verstromung bereits 2035 erreichen zu können und damit früher als geplant. Allerdings nimmt der Ministerpräsident einen der ungebetenen Demonstranten auch in die Pflicht: „Sie sollen zuhören und nicht Plakate hochhalten.“

Wahlkampf? „Ich freue mich darauf.“

Laschet bekommt für seine Rede viel Beifall. Der steigert sich wenig später, als Oberbürgermeister Markus Lewe ausspricht, was eigentlich alle im CDU-Lager und auch darüber hinaus so erwartet haben. Man müsse die Stadt in der Balance halten, sagt Lewe und empfiehlt sich als Oberbürgermeister für die ganze Stadt. „Wir brauchen keine Klientelpolitik. Die ganze Stadt ist unsere Klientel.“ Auch auf den Protest der Klimaaktivisten geht er ein: „Es zeigt, dass sich viele Menschen Sorgen machen.“

Am Ende der Rede verspricht der 54-Jährige seinen Parteifreunden mit Blick auf den Wahlkampf: „Ich freue mich darauf.“

Und weil kein Schlusswort vorgesehen ist, läutetet Lewe den inoffiziellen des Abends ganz pragmatisch selbst ein: „Also Prost!“ Bei den Gästen kommt das an.

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