„Nicht mehr wirtschaftlich“
Coca-Cola gibt Ende Juni den Standort Münster auf

Münster -

Coca-Cola gibt den Standort Münster auf. Ende Juni soll Schluss sein. 40 von 97 Arbeitsplätzen seien betroffen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Mittwoch, 29.01.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 29.01.2020, 16:33 Uhr
Coca-Cola gibt den Standort Münster auf.
Coca-Cola gibt den Standort Münster auf. Foto: dpa

Die Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) will ihr Logistiknetzwerk weiter bündeln. In diesem Zusammenhang soll der Standort in Münster zum 30. Juni 2020 geschlossen werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Es sei geplant, die Logistik-Aktivitäten an die Standorte in Herten, Bielefeld und Achim (Niedersachsen) zu verlagern. Die Außendienstmitarbeiter aus dem Vertrieb seien nicht betroffen.

Hintergrund für diese Entscheidung seien die veränderten Bedürfnisse der Handels- und Gastronomie-Kunden beim Bezug der Ware von Coca-Cola. Ein immer größerer Teil der produzierten Ware werde entweder direkt in die Zentrallager der Kunden geliefert oder von den Kunden an den Produktionsstandorten übernommen. Dies führe am Standort in Münster zu einer deutlich geringeren Auslastung der Logistik, die dadurch nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden könne.

Coca-Cola bezieht Stellung

„Uns ist bewusst, dass die geplanten Veränderungen für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen sehr schmerzhaft sind. Sie sind jedoch notwendig, um in einem umkämpften und dynamischen Markt unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unser Geschäft zukunftssicher zu machen“, sagt Felicitas von Kyaw, Geschäftsführerin Personal. Grundlage für die Umsetzung der Veränderungen sei der geltende Strukturtarifvertrag zwischen Coca-Cola und den Arbeitnehmervertretern.

Insgesamt sind 40 von 97 Arbeitsplätzen betroffen. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Deshalb würden einvernehmliche Lösungen und alternative Stellen an anderen Standorten für betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesucht. Dabei biete Coca-Cola ein „finanziell attraktives Abfindungspaket“, das deutlich über dem Marktdurchschnitt liege.

Die Gespräche mit den Arbeitnehmer­vertretern sollen in den nächsten Tagen starten, heißt es weiter.

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