Neuer Polizeipräsident Rainer Furth folgt auf Hans-Joachim Kuhlisch
Schlüsselübergabe bei der Polizei

Münster -

Erst Mitte Januar wurde die Personalentscheidung vom NRW-Innenministerium bestätigt, zwei Wochen später ist der Neue schon da: Am Montag wurde Rainer Furth im Rathausfestsaal von Innenminister Herbert Reul in sein Amt als Polizeipräsident von Münster eingeführt.

Montag, 03.02.2020, 18:20 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 19:21 Uhr
Der neue Polizeipräsident Rainer Furth (Mitte) und seine beiden Vorgänger Hubert Wimber (l.) sowie Hajo Kuhlisch.
Der neue Polizeipräsident Rainer Furth (Mitte) und seine beiden Vorgänger Hubert Wimber (l.) sowie Hajo Kuhlisch. Foto: Oliver Werner

Warum den Mitarbeitern der münsterischen Polizei der Ruhestand ihres Chefs Hans-Joachim Kuhlisch schwerfallen müsste, schien NRW-Innenminister Herbert Reul zu ahnen: „Sie kommen nicht mehr in den Genuss der leckeren selbst gemachten Cantuccini Ihrer Frau.“ Dass das italienische Mandelgebäck aus dem Hause Kuhlisch aber nicht der einzige Grund für die große Wertschätzung war, die der 65-Jährige nach viereinhalb Jahren Amtszeit zu seinem Abschied erfuhr, hatte Reul zuvor betont: „Für Sie ist Polizei eine große Familie“, sagte er an die Adresse des Neu-Pensionärs gewandt.

Rund 200 geladene Gäste wohnten am Montagmittag im Rathausfestsaal der Verabschiedung des bisherigen und der Amtseinführung des neuen Polizeipräsidenten Rainer Furth bei. „Mit Herrn Kuhlisch haben Sie einen erstklassigen Präsidenten verloren, aber Sie gewinnen einen hervorragenden Nachfolger“, erklärte der Innenminister. Der 63-Jährige Furth, bisher Polizeipräsident in Krefeld, steigt mit seiner Rückkehr nach Münster in der Beamten-Hierarchie noch einmal auf – und verfügt über einen guten Leumund. Schließlich habe Krefeld die schnellste Einsatz-Reaktionszeit in NRW, betonte Reul. Und unter Verweis auf den dortigen Rückgang der Straftaten nahm der Innenminister den neuen Polizeichef in launigem Ton in die Pflicht: „Das muss hier so weitergehen.“

Warmes Wort für den Innenminister

Das Re-Westfalisierungsprogramm der Landesregierung funktioniere, stellte Oberbürgermeister Markus Lewe erfreut fest. Schließlich kommt mit Furth wie zuvor Kuhlisch erneut ein Polizeichef aus dem Rheinland. Letzteren lobte Lewe ob seiner Präsenz in der Stadtgesellschaft. Personalratsvorsitzender Hartmut Rulle betonte, Kuhlisch sei stets ansprechbar gewesen – „kein Polizeipräsident mit verschlossenen Türen“.

Der bisherige Polizeichef hob den „Schulterschluss zwischen Stadt und Polizei“ hervor. Und hatte sogar für den Innenminister ein warmes Wort: „Sie haben unserer Polizei sehr, sehr gut getan“, sagte Kuhlisch unter Bezug auf die neuen Westen der Beamten und die Smartphones. Seinem Nachfolger Rainer Furth übergab er lächelnd den Büroschlüssel: „Den Schlüssel zu den Herzen musst du alleine finden.“

Die musikalische Gestaltung der Feierstunde lag in der eigens dafür gegründeten sechsköpfigen Polizei-Band „The Presidents“. Die riss nicht nur den sichtlich begeisterten Polizeipräsidenten a.D. mit.

Polizeipräsident

Münsters neuer Polizeipräsident ist Rainer Furth. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster legte Furth 1987 sein Erstes Staatsexamen ab. Nach seinem Zweiten Staatsexamen arbeitete er in verschiedenen Funktionen der allgemeinen Inneren Verwaltung als Jurist. Dazu zählten Stationen bei der Bezirksregierung Münster als Schulrechtsdezernent, Ausbildungsleiter und Leiter des Justiziariats ebenso wie eine Abordnungszeit zum Innenministerium, wo Rainer Furth in dem Bereich Aus- und Fortbildung tätig war. Von 2000 bis 2008 leitete er die Direktion Zentrale Aufgaben beim Polizeipräsidium Münster. Am 1.  Juni 2008 wurde Furth zum Polizeipräsidenten in Krefeld berufen. 

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