Bundesweiter Warnstreik
Ärzte der Uniklinik Münster streiken am Dienstag

Münster -

Es könnte sein, dass am Dienstag (4. Februar) bestimmte Behandlungen und Operationen am Universitätsklinikum (UKM) verschoben werden müssen. Grund ist ein Warnstreik, zu dem der Marburger Bund aufgerufen hat und an dem sich auch Ärztinnen und Ärzte des UKM beteiligen. Um die Notversorgung müsse aber niemand fürchten, versichert das Klinikum.

Montag, 03.02.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 04.02.2020, 10:17 Uhr
Die Ärzte am Universitätsklinikum Münster beteiligen sich am bundesweiten Streik des Marburger Bundes am Dienstag.
Die Ärzte am Universitätsklinikum Münster beteiligen sich am bundesweiten Streik des Marburger Bundes am Dienstag. Foto: Matthias Ahlke

Der Marburger Bund hat Ärztinnen und Ärzte am Dienstag zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen. Streikende Ärzte aus ganz Deutschland würden zu einer Demonstration in Hannover erwartet, teilte der Marburger Bund am Montag mit.

Auch das Universitätsklinikum Münster (UKM) rechne damit, „dass sich eine größere Zahl von Kollegen beteilige“, sagte UKM-Sprecher Dr. Thomas Bauer. Ganz ohne „Kollateralfolgen“ werde der Streik vermutlich nicht bleiben können. „Verschiebbare Operationen werden davon betroffen sein“, sagte Bauer, „die Patienten werden wir entsprechend informieren.“ Er betonte, niemand müsse sich Sorgen machen: „Der Notdienst und die ambulante Versorgung laufen mit selber Kraft weiter. Wenn sich jemand am Dienstag ein Bein bricht, dann wird er hier auch entsprechend versorgt.“

Das Klinikum habe zudem bereits Erfahrung im Umgang mit Streik-Situationen. Mit Blick auf die große Zahl an beschäftigten Ärzten sei man gut aufgestellt, um eine Versorgung der Patienten zu gewährleisten. Wie viele Ärztinnen und Ärzte am Dienstag wegen des Streiks ausfielen, könne man allerdings erst kurzfristig sagen. „Es gibt keine Meldepflicht, welchen Gewerkschaften sie angehören, und es kann sein, dass sich Kollegen erst am Tag selbst abmelden oder auch Urlaub genommen haben“, erläutert Bauer.

Der Marburger Bund verhandelt mit der Tarifgemeinschaft Deutscher Länder seit November über Arbeits- und Tarifbedingungen der Ärzte an Unikliniken. An dem Warnstreik würden sich Ärztinnen und Ärzte von 23 Krankenhäusern beteiligen, hieß es am Montag vom Marburger Bund.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7236951?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker