York meldet zwei Erkrankte
Erster Corona-Fall in Münsters Partnerstadt

Münster -

In Münster gibt es bislang keinen Infizierten mit dem Corona-Virus, wohl aber in Münsters Partnerstadt York und England. Bernhard Brämswig vom Partnerschaftsverein hat sich informiert.

Montag, 03.02.2020, 18:30 Uhr aktualisiert: 03.02.2020, 20:56 Uhr
In Münsters Partnerstadt York haben sich zwei Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Foto
In Münsters Partnerstadt York haben sich zwei Personen mit dem Corona-Virus infiziert. Foto Foto: --

Der letzte Samstag war gleich doppelt ein schwarzer Tag für Münsters älteste Partnerstadt York. Hatte sich York doch als eine der wenigen größeren Städte in Großbritannien beim Referendum für einen Verbleib in der EU ausgesprochen, so musste sie erleben, dass ihr Parlament den ungeliebten Austritt erklärte und am Samstag vollzogen hatte.

Genau am diesem Tag erschütterte eine weitere Nachricht die Bürgerinnen und Bürger: Die ersten beiden Corona-Virus-Erkrankungen in Großbritannien wurden laut des Partnerschaftsvereines Münster-York in einem Hotel in York verzeichnet. Ein chinesischer Student und dessen Verwandter wurden mit Symptomen der Erkrankung zum Hospital von Newcastle in die nächstgelegene Isolierstation gebracht, wo das Virus nachgewiesen wurde.

Der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Münster- York, Bernhard Brämswig, informierte sich in York über die Lage: „Nach Auskunft der örtlich Verantwortlichen besteht aktuell keine weitere Ansteckungsgefahr. Der relativ kleine Kreis der Kontaktpersonen wird medizinisch betreut, und eine Ansteckung ist nur durch direkten Kontakt zwischen Personen möglich.“

Noch in diesem Monat wird es ein Treffen mit der „York-Münster Twinning Association“ in York geben. Dabei stehen Themen im Vordergrund, wie die Partnerschaft zwischen den Bürgerinnen und Bürgern der beiden Städte trotz des Brexits weiterentwickelt, verstetigt und verjüngt werden kann.

„Ich fahre mit einem leicht mulmigen Gefühl hinüber“, gibt Bernhard Brämswig im Vorfeld zu. „Dies liegt aber mehr an der Tatsache, dass ich nach so vielen Jahren wieder einen Pass benötige, um das Land besuchen zu dürfen.“

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