Berliner Band „Dota“ kritisiert in ihrer Musik aktuelle Probleme
Texte, die verändern wollen

Münster -

Zeitkritische Texte zu aktuellen Problemen: Die Berliner Band „DOTA“ spielte in der Sputnikhalle in großer Besetzung. Im Superhelden-Kostüm sang Frontfrau Dota Kehr für Klimaschutz.

Montag, 03.02.2020, 21:00 Uhr
„Dota“-Sängerin Dota Kehr spielte mit ihrer Band Lieder aus alten und neuen Alben. Begleitet wurde sie neben Schlagzeug, Percussion und Keyboard unter anderem auch von Jan Rohrbach an der E-Gitarre (l.).
„Dota“-Sängerin Dota Kehr spielte mit ihrer Band Lieder aus alten und neuen Alben. Begleitet wurde sie neben Schlagzeug, Percussion und Keyboard unter anderem auch von Jan Rohrbach an der E-Gitarre (l.). Foto: Anna Girke

Kinder mit großen Ohrenschützern, ältere Pärchen und junge Erwachsene: Das Publikum war facettenreich, das den Auftritt von „Dota” in der Sputnikhalle besuchte.

Im Rahmen ihrer Tour mit dem neuen Album „Die Freiheit” spielte die vierköpfige Band aus Berlin in großer Besetzung. „Wir nehmen uns aber die Freiheit, von dem neuen Album nur ein paar Songs zu spielen“, sagt Liedermacherin Dota Kehr. Stattdessen ging es „quer durch den Garten”. Die Musiker bringen auch Stücke aus der Zeit auf die Bühne, als die Band noch „Dota und die Stadtpiraten“ hieß. Doch der Grundtenor ist seitdem gleich geblieben: Mit ihren zeitkritischen Texten wollen sie etwas verändern. Das zeigt die Sängerin Dota Kehr im „Superheldenkostüm aus den 80er-Jahren”, wie sie ihren roten Pullover mit silbernem Kragen und Gürtel nennt.

In ihrem neusten Lied, in diesem Jahr veröffentlicht, singt sie über fehlende Taten, vertane Zeit und den Wunsch, endlich zu handeln. Geschrieben hat die Liedermacherin den Text für eine „Fridays-For-Future”-De­mon­stration in Berlin: „Ich wurde für eine Rede angefragt, habe sofort Ja gesagt, aber mich dann gefragt: Was qualifiziert mich?”. Aus dem geplanten Redebeitrag wurde dann das Lied “Keine Zeit” mit knapp 30 Strophen, erzählt Kehr.

Davon spielten die Musiker in der Sputnikhalle aber nur drei, das Publikum reagierte mit lang anhaltendem Applaus. „Dota“ trat in großer Besetzung auf: Auf der Bühne kamen neben Schlagzeug, Keyboard, Akustik- und E- Gitarre auch Xylofon und andere Percussion zum Einsatz. Eingestimmt wurde das Publikum von dem Musiker Paul Weber. In Begleitung einer E-Gitarre sang der 25-Jährige aus Köln Indiepop über Zugvögel, Zuhause und den Fußballverein seiner Heimat. Es war sein dritter Auftritt als Voract zu „Dota”.

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