Filmemacher Simon Jöcker plant Webserie über Gaming-Szene
Neuer Krimi-Stoff aus der Domstadt

Münster -

Münster bekommt eine neue Krimi-Serie. Der Filmemacher Simon Jöcker plant Webfilme für die Internet-Plattform „YouTube“.

Dienstag, 04.02.2020, 09:00 Uhr
Der Filmemacher Simon Jöcker plant eine Krimi-Web-Serie: „Crime Boy“ soll demnächst in Münster ermitteln.
Der Filmemacher Simon Jöcker plant eine Krimi-Web-Serie: „Crime Boy“ soll demnächst in Münster ermitteln. Foto: privat

Ein neuer Fall für Münsters Spürnasen: Nach Wilsberg, Boerne und Thiel soll in Zukunft auch der „Crime Boy“ Kriminalfälle lösen, die die Domstadt in Atem halten. Zumindest wenn es nach dem münsterischen Filmemacher Simon Jöcker geht.

Seine Idee: eine regionale Krimi-Webserie für die Internet-Plattform „YouTube“ zu entwickeln. Der Filmservice „Münster-Land“ des städtischen Presseamtes unterstützt ihn dabei. „Crime Boy“ soll ein junges Format mit jugendlicher Bildsprache werden, in der Live-Streams, Vlogs (Videoblock) und Chatverläufe zum Stilmittel gehören. „Crime Boy“ spielt in der Gaming-Szene und im Studentenmilieu, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung.

Darüber hinaus werden die einzelnen Storys zwischen den Veröffentlichungen der Videoclips auf einem fiktionalen Instagram-Kanal weitergeführt. So erscheint auch zwischendurch mal eine Instagram-Story mit einem Hinweis zur Lösung des Falls auf dem Handy.

Die Geschichte kurz zusammengefasst: Ein erfolgloser Gaming-Blogger löst einen Kriminalfall, dokumentiert seine Recherchen dazu in seinem Live-Stream und wird darüber unverhofft doch noch zum Influencer. Mit diesem neuen Genre des „Crimefluencers“ löst er in den folgenden Episoden weitere Fälle und macht eine persönliche Entwicklung vom unproduktiven Nerd zum erfolgreichen „Game-Changer“ durch.

Bei der Webserie steht neben den Kriminalgeschichten der Regionalfaktor im Vordergrund. So spielt die erste Folge zum Beispiel rund um die Lambertikirche mit ihrer Türmerin und dem Nachtwächter auf dem Prinzipalmarkt.

Filmemacher Simon Jöcker hat Filmregie in Hollywood studiert, arbeitete als Fernsehredakteur und Autor bei der ARD und hat sich danach als Videoproduzent für Social-Media-Filme selbstständig gemacht.

Was Jöcker im Moment noch Kopfzerbrechen bereitet, ist die Finanzierung der Web-Serie: „Crime Boy“ ist ein Non-Profit-Projekt, das in keinen Fördertopf passt und deshalb über Crowdfunding finanziert werden soll, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Dabei können Unterstützer einen beliebigen Betrag spenden und erhalten dafür eine symbolische Gegenleistung – etwa einen Titel im Abspann.

Zuerst will Jöcker eine Pilotfolge drehen, bei großem Zuspruch und Unterstützung dann weitere Folgen einer achtteiligen Staffel verwirklichen. Da das Format besonders heimatnah sein soll, sucht die Produktion nun nach einem männlichen Hauptdarsteller – am besten mit Schauspielerfahrung – aus dem Münsterland (Spielalter 18 bis 25). Bewerbungsvideos könnten auf casting @crimeboy.de eingereicht werden.

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