Versorgung von Frühgeborenen
Kleine Münsteranerin Ida macht ihren Weg

Münster -

Als Ida auf die Welt kam hatte sie ein Geburtsgewicht von 1110 Gramm bei 37 Zentimetern Körpergröße. Mittlerweile hat die Familie die schwierigen Monate bestens überstanden. Das St.-Franziskus-Hospital möchte sich künftig allerdings noch intensiver um Frühgeborene kümmern können.

Dienstag, 04.02.2020, 10:00 Uhr
Familie Seeger besichtigt eine der Litfaßsäulen, auf denen Idas Konterfei auf die Spendenkampagne für die neue Frühchenstation am St.- Franziskus-Hospital Münster aufmerksam macht. Als Partner von „Mehr Raum für Nähe“ stellt die Wall GmbH die Werbeflächen kostenfrei zur Verfügung.
Familie Seeger besichtigt eine der Litfaßsäulen, auf denen Idas Konterfei auf die Spendenkampagne für die neue Frühchenstation am St.- Franziskus-Hospital Münster aufmerksam macht. Als Partner von „Mehr Raum für Nähe“ stellt die Wall GmbH die Werbeflächen kostenfrei zur Verfügung. Foto: pd

Ida Seeger aus Münster ist ein Kind mit einer besonderen Geschichte. Die heute Eineinhalbjährige kam unerwartet, viel zu früh und ungeplant in einer anderen Stadt zur Welt. Geboren in der 29. Schwangerschaftswoche, wurde sie auf der Frühgeborenen-Intensivstation in Paderborn behandelt und konnte vier Wochen nach ihrer Geburt ins Heimatkrankenhaus, das St.- Franziskus-Hospital in Münster, verlegt werden.

Für die Eltern Frances und Arne Seeger waren die ersten Wochen als Eltern ein Wechselbad der Gefühle. „Die Freude über die Geburt unserer Tochter wurde immer wieder von der Unsicherheit getrübt, ob sie nach dem Frühstart ins Leben wohl alles gesund überstehen würde“, erinnern sie sich an die schwere Zeit der Intensivbehandlung.

Mutter verbringt Tag und Nacht im Krankenhaus

Mit einem Geburtsgewicht von 1110 Gramm bei 37 Zentimetern Körpergröße wurde Ida zunächst im Inkubator auf der Neugeborenen-Intensivstation versorgt, heißt es in einer Pressemitteilung. Zudem musste sie per Magensonde ernährt werden und brauchte eine Atemunterstützung. Da in den ersten Wochen nur die Mutter im Krankenhaus blieb, musste der Vater neben dem Beruf viel Fahrzeit auf sich nehmen, um Frau und Kind zu sehen.

Nach der Verlegung nach Münster genossen die Eltern die Möglichkeit, so häufig wie möglich mit Ida zu kuscheln und zu „Känguruhen“. Die Mutter verbrachte den ganzen Tag bei ihrer Tochter auf der Intensivstation. In den letzten Tagen vor der Entlassung war sie auch über Nacht bei Ida im Krankenhaus, bevor sie nach sechs Wochen endlich zusammen nach Hause gehen durften. Die schwierigen Monate hat die Familie bestens überstanden, Ida geht es heute richtig gut.

Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“

„Die Vorsorge-Untersuchungen und weitere, wegen der frühen Geburt anstehende Kontrolltermine meistert sie bisher ganz toll. Wir sind sehr glücklich darüber, dass sie sich ihrem korrigierten Geburtsdatum entsprechend ganz normal entwickelt“, betont Papa Arne Seeger. „Ida hat schon viele Freunde, unter anderem auch aus der Zeit auf der Intensivstation im St.-Franziskus-Hospital. Sie ist unheimlich offen, verbringt sehr gerne Zeit mit anderen Kindern, tanzt, turnt oder jagt unsere Katze. Am allerliebsten trägt sie die schicke Kleidung, die von der Oma genäht wird“, berichtet Mutter Frances Seeger.

Dankbar ist die Familie dafür, dass die Ärzte und Pflegekräfte sehr gut zusammengearbeitet haben und jederzeit ansprechbar waren. „Wir fühlten uns immer eingebunden und haben Ida in den letzten Wochen mit gutem Gefühl auch mal allein im Hospital lassen können“, betonen sie. Trotzdem hätten sie sich mehr Ruhe und Privatsphäre gewünscht. So war es für sie keine Frage, dass sie sich für die Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“ engagieren und, so hoffen sie, mit ihrer Geschichte vielleicht anderen Eltern in einer ähnlichen Situation Kraft geben können.

Kampagne „Mehr Raum für Nähe“

Im nächsten Bauabschnitt stehen die Erweiterung und Modernisierung der Intensivstation für Frühgeborene und kranke Neugeborene an. Hier werden die Eltern bei der Behandlung von Anfang an einbezogen – weil ihre Nähe die Kinder nachweislich besser gesunden lässt. Doch der familiengerechte Ausbau ist aufwendig und kostet etwa fünf Millionen Euro. Da der Gesetzgeber für solche ganzheitlichen Behandlungskonzepte keine ausreichenden Mittel vorsieht, muss das St.-Franziskus-Hospital mehr als eine Millionen Euro durch Spenden aufbringen. Die WN begleiten die Kampagne „Mehr Raum für Nähe“ als Medienpartner. Das Spendenkonto: St. Franziskus-Hospital, IBAN DE02 4006 0265 0007 3736 10.

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