„Jaya The Cat“-Konzert in der Sputnikhalle
Ein guter Tag für Reggae und Ska-Punk

Münster -

Reagge, Punk und Ska mit einem Schuss Whiskey: „Jaya The Cat“ spielten am Samstag in der Sputnikhalle. Zwei Stunden Verspätung konnten der Stimmung nichts anhaben.

Dienstag, 04.02.2020, 12:00 Uhr
Neben Sänger Geoff Lagadec stand auch Gitarrist Karl Smith auf der Bühne. Bis 2016 war er Keyboarder, übernahm aber nach dem Bandaustritt von Dino Memic die Gitarre bei „Jaya The Cat“.
Neben Sänger Geoff Lagadec stand auch Gitarrist Karl Smith auf der Bühne. Bis 2016 war er Keyboarder, übernahm aber nach dem Bandaustritt von Dino Memic die Gitarre bei „Jaya The Cat“. Foto: Anna Girke

Was lange währt, wird endlich gut – dieses Sprichwort dürfte den vergangenen Samstagabend für „Jaya The Cat”-Fans wohl am besten beschreiben. Da trat die Band aus Amsterdam in der Sputnikhalle auf, aufgrund einer Autopanne mit zwei Stunden Verspätung. Aber spätestens als die Musiker kurz nach zehn Uhr die Bühne betraten, Sänger Geoff Lagadec in Sonnenbrille und mit Mütze vors Mikro trat, den Fuß auf eine leere Bierkiste stellte und mit seiner Gitarre loslegte, schien keiner im Publikum ihnen das Warten übel zu nehmen. Stattdessen wurde wild getanzt und gesungen - sowohl vor als auch auf der Bühne.

Schon vor dem Auftritt stimmten die wartenden Konzertbesucher Lieder aus dem Album „A Good Day for the Damned” an, und mit der Unterstützung von Lagadec und den anderen Bandmitgliedern bewiesen sie schließlich ihre Textsicherheit. Zuvor hatte die britische Band „Riskee and the Ridicule” die Wartezeit mit Punkrock über Klatschzeitschriften überbrückt und in ihren Texten mit der Musikindustrie und der britischen Politik abgerechnet.

Von den Zuhörenden bejubelt, tanzte Sänger Scott Picking (aka Riskee) so wild über die Bühne, dass ihm mehrmals das Verbindungskabel zum Mikro abriss. „Jaya The Cat” spielte neben den neueren aber auch Lieder aus den älteren Alben wie „Hello Hangover” oder „Are You With Me?”. Letzteres gehört zum ersten Album “Basement Style” der Band, dass sie in Boston aufnahmen, bevor sie 2003 nach Amsterdam zogen.

Ihre Musik aus Reggae, Punk und Ska mit elektronischen und Dub-Einflüssen servierten die fünf Jungs mit einem „Shot Whiskey an der Seite”, wie sie über sich selbst sagen. Und den bekamen die Konzertbesucher auch am Samstag in der Sputnikhalle, zumindest die aus der vorderen Reihe.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7237267?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker