Anmeldung zur Grundschule
72 Absagen im Stadtgebiet

Münster -

Nicht alle Kinder können im kommenden Jahr auf ihrer Wunsch-Schule eingeschult werden. Die meisten Absagen gab es an einer Schule in Wolbeck.

Donnerstag, 06.02.2020, 08:00 Uhr
Das Anmeldeverfahren für die Grundschule läuft momentan. Nach einem ersten Auswahlverfahren musste 72 Kinder eine Absage erteilt werden. Sie müssen nun eine andere Schule im Stadtgebiet finden.
Das Anmeldeverfahren für die Grundschule läuft momentan. Nach einem ersten Auswahlverfahren musste 72 Kindern eine Absage erteilt werden. Sie müssen nun eine andere Schule im Stadtgebiet finden. Foto: dpa

Rund 2500 Kinder werden im Sommer 2020 in Münster eingeschult. Auf welcher Schule, ist allerdings noch nicht vollständig geklärt. 72 Eltern erreichen dieser Tage für ihre Kinder Absagen. Allerdings können auch die Eltern, die keine Absage erhalten, noch nicht sicher sein, dass ihr Kind auch wirklich an der angemeldeten Schule unterkommt.

Das liegt am Verfahren, denn dieses richtet sich laut Wolfgang Wimmer, stellvertretender Leiter des Schulamts, „nicht nach dem Windhundprinzip“. Soll heißen: Werden Kinder, die bislang eine Absage erhalten haben, an einer anderen Schule angemeldet, deren Aufnahmekapazität dann ebenfalls überschritten wird, wird abermals und vor allem ausschließlich nach den, den Eltern schon im Vorfeld mitgeteilten Kriterien entschieden. Wer früher angemeldet war, hat also keine Vorteile. Entscheidend ist dagegen, ob die jeweilige Schule die nächste Einrichtung der gewählten Schulart (katholische, evangelische oder Gemeinschaftsgrundschule) ist. Ist dieses Kriterium erfüllt, spielen auch ein kompatibles Bekenntnis, mögliche Geschwisterkinder sowie die Entfernung der Schule zum Wohnort eine Rolle.

15 schulpflichtige Kinder nicht angemeldet

Insgesamt mussten im Stadtgebiet bislang an fünf Schulen Absagen erteilt werden. Besonders zahlreich sind sie bei der zweizügigen Grundschule Wolbeck-Nord. Dort wurden 28 Kinder mehr angemeldet als Plätze zur Verfügung stehen. Zumindest theoretisch könnte aber die dreizügige Nikolaischule, ebenfalls in Wolbeck, alle Kinder aufnehmen. Dort sind noch 29 Plätze offen. Mehr Kinder als aufgenommen werden können, wurden zudem auch an der Dreifaltigkeitsschule (17), der Annette-von-Droste-Hülshoff-Grundschule in Angelmodde (14), der Grundschule am Kinderbach (10) sowie an der Aegidii-Ludgeri-Schule (3) angemeldet. Laut Schulamtsmitarbeiter Wimmer sind das normale Zahlen, lediglich „die Grundschule Wolbeck-Nord fällt aus dem Rahmen“.

Weiterhin sind 15 schulpflichtige Kinder bislang an keiner Schule angemeldet worden. Auch in diesen Fällen wurden die Eltern von der Stadt angeschrieben. Melden Eltern ihr schulpflichtiges Kind trotz Aufforderung nicht an einer Schule an, ist das eine Ordnungswidrigkeit und es droht ein Bußgeld.

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