Ausstellung „#ZeroWasteArt“ im Hauptbahnhof Münster
Kunstwerke statt Müllberge

Münster -

Die Vermüllung der Weltmeere wird seit Jahren schon von Umweltschützern und Wissenschaftlern angemahnt. Der Zugang zu dem Thema kann aber auch künstlerisch erfolgen: In der Ausstellung „#ZeroWasteArt“ widmen sich sechs nationale und diverse regionale Künstler der Problematik mit Kunstwerken aus Müll. Ab nächster Woche macht die Ausstellung Station im Hauptbahnhof Münster.

Donnerstag, 06.02.2020, 12:00 Uhr
In den Ozeanen schwimmt inzwischen mehr Plastikmüll als Fische. Die Ausstellung „#ZeroWasteArt“ thematisiert diesen Umgang mit Ressourcen auf künstlerische Weise. Nächste Woche macht sie Station im Hauptbahnhof Münster.
In den Ozeanen schwimmt inzwischen mehr Plastikmüll als Fische. Die Ausstellung „#ZeroWasteArt“ thematisiert diesen Umgang mit Ressourcen auf künstlerische Weise. Nächste Woche macht sie Station im Hauptbahnhof Münster. Foto: mosaik-management.de

Vor den verheerenden Folgen der Müllverschmutzung der Umwelt kann mittlerweile niemand mehr die Augen schließen. Höchste Zeit, noch mehr Menschen wachzurütteln und für diese Problematik zu sensibilisieren – mit „#ZeroWasteArt“. Die Wanderausstellung zeigt auf großformatigen LED-Stelen beeindruckende, aus Müll geschaffene Kunstwerke, die laut Ankündigung auf kreative Art und Weise die Müllproblematik veranschaulichen.

Vom 10. bis zum 23. Februar sind die Exponate auch im Hauptbahnhof Münster zu sehen. Ob Plastikflaschen, alte Feuerzeuge, Sandförmchen oder Zahnpastatuben – die Kunstwerke, die ausschließlich aus Plastikmüll bestehen, sind faszinierend und vermitteln auf ganz individuelle Art und Weise ihre eigene Botschaft.

Neben sechs nationalen Künstlern – Jens Mohr, Claudia Lüke, Paul Sous, Bianca Wickinghoff, Hermann J. Kassel und Christine Kind – wird es dabei für jeden Standort jeweils einen „Local Artist“ geben, der sein Kunstwerk im Rahmen der Ausstellung vorstellen darf.

In Münster konnte Waltraud Kleinsteinberg mit ihrer Idee überzeugen. Ihr Exponat mit dem provokanten Titel „Alles so schön sauber hier“ besteht aus zwei Glitzer-Schneekugeln, die leeres Verpackungsmaterial von Hygiene-Artikeln oder Ähnlichem enthalten. Hiermit möchte die Künstlerin aufzeigen, wie Werbeversprechen eine Art „Glitzer-Schleier“ über oftmals verschwenderisches Konsumverhalten legen, heißt es weiter.

Da die Exponate selbst aus Brandschutz- und Platzgründen nicht im Bahnhof stehen dürfen, haben die Besucher der Ausstellung die Möglichkeit, über einen QR-Code eine Videobotschaft der Künstler abzurufen, in der sie ihr eigenes „Müll-Werk“ vorstellen.

Die Vernissage mit Bühnenprogramm und Vorstellung der Projekte findet am Montag (10. Februar) ab 17 Uhr im Hauptbahnhof statt. Besucher, die sich für die Kunst und und Möglichkeiten der Müllvermeidung interessieren, sind willkommen.

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