Award beim Speaker-Slam: Verena Kiy
Wenn aus Zauber Wirklichkeit wird

Münster -

Aus einem Angestelltenverhältnis heraus, gründete Verena Kiy ihre eigene Firma. Heute rät sie jungen Menschen, keine Angst vor Fehlern zu haben und ein Ziel zu verfolgen.

Donnerstag, 06.02.2020, 10:00 Uhr
Privat liebt Verena Kiy die langen Spaziergänge mit ihrem Bearded Collie, beruflich darf es bei ihr schon mal aufregender zugehen.
Privat liebt Verena Kiy die langen Spaziergänge mit ihrem Bearded Collie, beruflich darf es bei ihr schon mal aufregender zugehen. Foto: pd

Geboren ist Verena Kiy in der Raphaelsklinik im Herzen Münsters. Sie wuchs in Gremmendorf auf und besuchte das Annette-Gymnasium. Ihre Ausbildung absolvierte sie im Reisebüro Lückertz. „Bis 2008 habe ich immer in Münster gelebt“, erinnert sich die heute 43-Jährige. Danach ging sie nach Frankfurt, um ihre Karriere als Personalleiterin voranzutreiben.

„Es war ein harter Weg ohne Studium“, sagt Kiy. Dennoch war sie erfolgreich. Heute ist sie selbstständig, arbeitet als Unternehmensberaterin. Jüngst hat sie zudem mit ihrem Unternehmensgründungs-Vortrag „Der Zauber des Anfangs“ bei dem von Hermann Scherer organisierten internationalen Speaker-Slam in München bei über 70 Teilnehmern einen von insgesamt sechs Awards gewonnen.

Verschiedene Phasen der Selbstständigkeit

Es ist ein Vortrag, der sich vor allem an junge Start-ups richtet. Kiy weiß, wie es ist, den Wunsch danach zu haben, auf eigenen Beinen zu stehen und die eigenen Ideen umsetzen zu können. „Mit 35 habe ich mir gesagt, entweder ich bin mit 45 Jahren selbstständig, oder ich habe es zumindest probiert“, erinnert sie sich. Kiy ließ Gedanken Taten folgen.

Wer sich selbstständig machen möchte, der erlebt laut der heute in der Pfalz wohnenden Kiy verschiedene Phasen.

  • Phase I, die Idee: „Eine schöne Phase“, sagt Kiy. Man hat eine Idee und ist Feuer und Flamme dafür.
  • Phase II, Familie und Freunde: So lieb man Familie und Freunde auch hat: „In der Regel sind sie nicht die richtigen Ratgeber“, sagt Kiy und rät dazu, sich an einen Experten zu wenden. Denn Familie und Freunde seien häufig zu sehr auf die Sicherheit des Ratsuchenden fixiert.
  • Phase III, das Dranbleiben: „Bleibt dran, macht euch eine Vision, die zu einem konkreten Plan wird und sucht euch erfahrene Mentoren“, rät Kiy.
  • Phase IV, die Fehler: „In Unternehmen gelten Fehler als schlecht. Meiner Meinung nach aber ist es gut, auch Fehler zu machen. Man lernt daraus – und man macht sie eh.“

Heimweh nach Münster

Ganz allgemein spricht Kiy bei Unternehmensgründungen von einer „Achterbahnfahrt“. Für sie persönlich hat sich der Weg aus Fleiß und Risiko ausgezahlt. Sie genießt die „hohe Lebensqualität in der Pfalz“, wenngleich sie zugibt, in der Nähe von Münster auch schon mal Heimweh zu verspüren.

„Das Herzklopfen beginnt schon, wenn ich ins Ruhrgebiet komme“, sagt Kiy. Erreiche sie schließlich ihre Heimat Münster, verbringe sie gerne Zeit am Hafen, am Aasee, dem Viertel-Restaurant Litfass und, daran führe für sie kein Weg vorbei, auf dem Wochenmarkt.

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