BPW Club Münster schmiedet Ideen für 2020
Frauen mehr Einfluss verschaffen

Münster -

Frauen verdienen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer, in gleicher Position immerhin sechs Prozent weniger. Der BPW Club Münster (Business and Professional Women) hat unter anderem für den internationalen Equal Pay Day ein interessantes Programm organisiert.

Freitag, 07.02.2020, 09:00 Uhr
Das Programm des „Business and Professional Women“ (BPW)-Club Münster stellte der Vorstand über den Dächern von Münster vor (v.l.): Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel, Barbara Eckhorst, Sandra Beer und die Vorsitzende Renate Göttling.
Das Programm des „Business and Professional Women“ (BPW)-Club Münster stellte der Vorstand über den Dächern von Münster vor (v.l.): Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel, Barbara Eckhorst, Sandra Beer und die Vorsitzende Renate Göttling. Foto: hö

Sie gehören einem der ältesten und einflussreichsten internationalen Berufs-Netzwerke für Frauen an: Die Vorstandsmitglieder des „Business and Professional Women“ (BPW)-Club Münster. Es werde in Frauenfragen „keine UN-Resolution herausgegeben, zu der BPW International keine Zustimmung gegeben hat“, unterstreicht die Vorsitzende des 1997 gegründeten münsterischen Clubs, Renate Göttling, die Bedeutung der Organisation, die branchenübergreifend berufstätige Frauen stärken möchte und zum Austausch einlädt. Maßstäbe wollen die BPW-Frauen auch in der Westfalenmetropole setzen und vermitteln bei der Vorstellung des Programms für 2020 im Restaurant „1648“ hoch über den Dächern von Münster Ideenreichtum, Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit.

Um keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen: „Wir wollen nicht die Frauen, sondern die Rahmenbedingungen verändern“, bringt es Renate Göttling auf den Punkt. Barbara Eckhorst und Dr. Gabriele Kahlert-Dunkel konkretisieren: „Unser Ziel ist die Gleichstellung in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik.“

Noch ein langer Weg bis zur Gleichstellung

Dass noch viel Arbeit vor ihnen liegt, zeigt unter anderem die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, um die es beim „Equal Pay Day“ am 17. März auch in Münster bei einem Programm ab 16 Uhr in der Volkshochschule am Aegidiimarkt gehen wird, das von den münsterischen Frauenorganisationen vorbereitet wird. Denn: Die Lücke zwischen den durchschnittlichen Brutto-Stundenlöhnen von Frauen und Männern beträgt in Deutschland offiziell 21 Prozent. Weil viele Frauen in Berufen mit niedrigerem Einkommen arbeiten, „aber selbst in gleichen Positionen rund sechs Prozent weniger als Männer verdienen“, beklagen die BPW-Frauen. Wer beim Equal Pay Day an einer Coaching-Runde interessiert ist, wie Gehaltsforderungen erfolgreich durchgesetzt werden können, kann sich vorab mit einer E-Mail anmelden: vorstand@bpw-muenster.de.

Versteigerung, Clubabende und Tipps von Expertinnen

Höhepunkt des Equal Pay Day soll eine Versteigerung roter Taschen werden. Sie stehen seit Beginn dieses Aktionstages als Symbol dafür, dass Frauen zu wenig in der Geldbörse beziehungsweise der Tasche haben, erklärt BPW-Mitstreiterin Sandra Beer. Und das offensichtlich weltweit, so Renate Göttling, die daran erinnert, dass BPW-Club-Frauen dafür sorgten, dass seit 2008 auch in Deutschland der Equal Pay Day begangen wird. Der Erlös der Versteigerung der roten Taschen in der VHS Münster soll anschließend dem Frauenhaus zugute kommen. Zur Versteigerung werden ebenfalls Anmeldungen per E-Mail an vorstand@bpw-muenster.de entgegengenommen.

Fest gezurrt ist auch das Programm für 2020 – darunter einige öffentliche Clubabende. Bemerkenswerte Frauen in der Historie wird Historikerin Dr. Anke Schwarze am 1. April thematisieren. „Time to care“ – Ordnung halten im Büro und zu Hause“ heißt es am 3. Juni mit der freiberuflichen Trainerin Susanne Lührmann. Im September gibt Wirtschaftsjuristin und Gehaltscoach Karin Schwaer Tipps für Gehaltsverhandlungen.

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