Infoveranstaltung zur Bußgeldpraxis bei Datenpannen
Sanktionen sind vermeidbar

Münster -

Datenpannen können hohe Bußgeldstrafen zur Folge haben, lassen sich in der unternehmerischen Praxis jedoch nicht gänzlich vermeiden. Während einer Info-Veranstaltung der IT-Kanzlei Tröber gaben zwei Referenten nützliche Tipps zum Umgang mit Datenvorfällen.

Freitag, 07.02.2020, 11:00 Uhr
Professor Volker Lüdemann, Leiter des Niedersächsischen Datenschutzzentrums NDZ
Professor Volker Lüdemann, Leiter des Niedersächsischen Datenschutzzentrums NDZ

Datenschutz und Datensicherheit sind zwei Korrektive, an denen sich die Errungenschaften einer digitalisierten Welt immer wieder messen lassen müssen. Um einen achtsamen Umgang mit personenbezogenen Daten zu gewährleisten, trat im Mai 2018 die Datenschutzgrundverordnung der Europäischen Union in Kraft.

Zunächst als Einführungsveranstaltung initiiert, richtet die auf IT-Recht spezialisierte münsterische Kanzlei Tröber seither jährlich Themenabende zu der Verordnung aus. Unter dem Titel „Datenpannen und Bußgeldpraxis“ fand im Foyer des Wolfgang-Borchert-Theaters nun die dritte Veranstaltung im Rahmen dieser Reihe statt.

Die geladenen Fachleute, René Meis (Referent der Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen LDI) und Professor Volker Lüdemann (Leiter des Niedersächsischen Datenschutzzentrums NDZ), gaben Tipps zu den Fragen, wann eine Datenpanne vorliegt, was zu tun ist und welche Sanktionen beziehungsweise Bußgelder zu erwarten sind. Dabei ergaben sich teils sehr kontroverse Vorträge.

Während Lüdemann das Thema aus unternehmerischer Perspektive betrachtete und insbesondere aufzeigte, wie Sanktionen vermieden werden können, berichtete Meis über die Arbeitsweise seiner Behörde und deren Einordnung meldepflichtiger Vorfälle. Von Mai bis Dezember 2018 waren beim LDI 1198 eingegangen. Keine zog dabei ein Bußgeld nach sich.

Im Fazit waren sich beide Referenten jedoch sehr einig: „Datenpannen wird es immer geben. Wichtig ist allerdings der professionelle Umgang damit.“ So betonten beide die Notwendigkeit der Dokumentation solcher Vorfälle und rieten den Unternehmen ein innerbetriebliches Management diesbezüglich aufzubauen.

Initiator und Kanzleigründer Jörn Tröber, der den Abend moderierte, verwies auf die Einmaligkeit einer solchen Veranstaltung in Münster und auf die Vertreter vieler mittelständischer Unternehmen, welche die Vortragsreihe immer wieder besuchen.

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