Ökumenisches Gebet in der Apostelkirche
Frieden für Münster und die Welt

Münster -

Ein friedliches Miteinander in Münster und der Welt. Das forderte Stadtdechant Jörg Hagemann in seiner Predigt beim ökumenischen Gebet in der Apostelkirche. Als Zeichen des Friedens trugen die Anwesenden Kerzen hinaus zu den Protestaktionen am Prinzipalmarkt.

Freitag, 07.02.2020, 22:00 Uhr aktualisiert: 07.02.2020, 22:18 Uhr
Julia Halstenberg (l.) ist extra aus Hamm angereist, um mit Bettina Giesler ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen.
Julia Halstenberg (l.) ist extra aus Hamm angereist, um mit Bettina Giesler ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen. Foto: Alex Piccin

Zu einem ökumenischen Gebet für den Frieden in Münster und in der Welt hatten am Freitag das katholische Stadtdekanat, der evangelische Kirchenkreis und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in die Apostelkirche eingeladen. Etwa 200 Menschen waren dieser Einladung gefolgt und setzten ein Zeichen für „ein friedliches Miteinander“ und „eine vielfältige und bunte Welt“, so Stadtdechant Jörg Hagemann.

Applaus nach der Predigt

„Wir schreien unseren Wunsch nach Frieden hinein in eine Welt, in der Politiker das Denkmal für die ermordeten Juden Europas als Denkmal der Schande bezeichnen“, sagte er mit Blick auf die politischen Entwicklungen in Thüringen. Applaus brandete nach der Predigt in der Kirche auf.

Die Teilnehmer entzündeten symbolische Friedenskerzen. Viele trugen ihr Licht anschließend zu den Protestveranstaltungen gegen den Neujahrsempfang der AfD im Rathaus. „Ich kann nicht Christ und gleichzeitig nicht gegen die AfD sein“, sagte beispielsweise Julia Halstenberg, die dazu extra aus Hamm angereist war. „Es kann nicht angehen, eine Partei zu wählen, die gegen die Menschenwürde ist“, ergänzte Bettina Giesler.

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