Landesmuseum zeigt Kunstwerk von Sean Scully
Publikumsmagnet der Venedig-Biennale kommt nach Münster

Münster -

Die Skulptur „Opulent Ascension“ ist in den kommenden vier Wochen in Münster zu sehen. Dem Landesmuseum ist damit ein echter Coup gelungen: Das farbenfrohe Filz-Kunstwerk war einer der Publikums-Magneten auf der Biennale von Venedig im vergangenen Jahr.

Dienstag, 11.02.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 20:19 Uhr
Die Scully-Skulptur „Opulent Ascension“ ist in den kommenden vier Wochen in Münster zu sehen.
Die Scully-Skulptur „Opulent Ascension“ ist in den kommenden vier Wochen in Münster zu sehen. Foto: Oliver Werner

Zwei Mal hat Tanja Pirsig-Marshall, stellvertretende Leiterin des LWL-Museums für Kunst und Kultur, im vergangenen Jahr Sean Scullys begehbare Skulptur „Opulent Ascension“ auf der Biennale von Venedig besucht. „Sie stand direkt unter der Kuppel der Kirche San Giorgio Maggiore, das war wirklich beeindruckend.“ Mehr als 300 000 weiteren Besuchern ging es ähnlich, auf Instagram brachte es das farbenfrohe Filz-Kunstwerk zu einem der meistgeposteten Biennale-Kunstwerke.

Entsprechend begeistert ist Pirsig-Marshall, dass die Skulptur nun in „ihrem“ Museum zu sehen ist. Die offizielle Eröffnung ist am Montag (17. Februar) um 18 Uhr im Beisein des Künstlers, das Kunstwerk wird aber auch schon bei der Langen Nacht an diesem Freitag stehen. Danach bleibt es bis zum 15. März in Münster.

Am Dienstag liefen noch die Aufbauarbeiten. Nach der Biennale wurde „Opulent Ascension“ („Opulenter Aufstieg) in 136 Kisten verpackt und nach Berlin gebracht, wo sich das Atelier von Sean Scully befindet. Von dort wurden sie Ende vergangener Woche nach Münster gebracht. Dass der Biennale-Publikumsrenner tatsächlich nach Münster kommt, hatte sich erst vergangene Woche entschieden. Die 38 mit Filz bespannten Holzrahmen wiegen fünf Tonnen, das Holzfundament ebenso, es musste erst geklärt werden, ob der Foyer-Boden des Landesmuseums überhaupt ein so schweres Kunstwerk aushält. Nun stehe fest: Es ist stark genug.

"Wir mussten diese Chance nutzen"

Im vergangenen Jahr war eine Ausstellung mit mehr als 100 Werken von Scully im LWL-Museum auf großes Interesse gestoßen. „Die Idee, das Biennale-Kunstwerk nach Münster zu holen, entstand zwischen Museumsleiter Dr. Hermann Arnhold und dem Künstler im vergangenen Herbst“, so Pirsig-Marshall. Zwar ist es nun nur vier Wochen zu sehen – „aber wir mussten diese Chance einfach nutzen“, so Marshall.

Das Kunstwerk ist zehn Meter hoch – und kann betreten werden. Von innen reicht der Blick – anders als in Venedig – nicht in eine Kirchenkuppel, sondern an die Decke eines zeitgenössischen Gebäudes. „Das wird eine ganz andere Erfahrung als bei der Biennale“, sagt Pirsig-Marshall. Der Filzturm soll wie in Venedig beleuchtet werden, aber auch bei Tageslicht ist seine Strahlkraft bereits groß. Er stellt damit einen deutlichen Gegensatz zum rostbraunen Scully-Kunstwerk „Moor Shadow Stack“ dar, das noch bis Ende März vor dem Eingang am Domplatz zu sehen sein wird. Beide Kunstwerke gehören dem Künstler.

Eröffnung der Sean-Scully-Ausstellung im LWL-Museum

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