ZDF-Krimireihe
Detektiv Wilsberg feiert 25-jähriges "Dienstjubiläum"

Münster -

Schauspieler Leonard Lansink ist in seiner Rolle als Antiquar und Detektiv Georg Wilsberg den Fernseh-Zuschauern vertraut. Genau vor 25 Jahren - am 20. Februar 1995 - wurde die erste Folge der ZDF-Krimireihe ausgestrahlt. Zunächst aber mit einem anderen Hauptdarsteller. Ein Auftakt mit nachhaltigen Folgen.

Donnerstag, 20.02.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 20.02.2020, 17:51 Uhr
ZDF-Krimireihe: Detektiv Wilsberg feiert 25-jähriges "Dienstjubiläum"
1998 starte Schauspieler Leonard Lansink als Georg Wilsberg durch - und verhalf Münster zu größerer Bekanntheit. Foto: dpa

"Und die Toten lässt man ruhen" hieß die erste Folge, in der Wilsberg erstmals in Erscheinung trat. Ein Buch des münsterischen Autors Jürgen Kehrer diente hierfür als Grundlage. Bei der Premiere verkörperte der bekannte deutsche Schauspieler Joachim Król die Hauptfigur - das erste und letzte Mal.

Drei Jahre Pause folgten dem Auftakt, bis 1998 die Folge "In alter Freundschaft" gezeigt wurde. Fortan sollte ein neues Gesicht die Krimireihe prägen: Leonard Lansink war als der neue Georg Wilsberg auserkoren worden und wurde in dieser Rolle eine Institution.

Gerade mal 42 Jahre alt war Lansink, als er erstmals den Wilsberg gab. Dass diese Figur so prägend für seine weitere Schauspielerkarriere sein würde, ahnte der gebürtige Westfale aus Hamm seinerzeit wohl kaum. Dank seiner Paraderolle wurde Lansink als TV-Darsteller immer bekannter - doch nicht nur der Schauspieler. 

Auch die Stadt Münster profitierte und profilierte sich in den Folgejahren als Schauplatz für TV-Produktionen und Spielfilme. Die ZDF-Krimiserie wurde fester Bestandteil im Programm - und ein Vorbild. Denn nachdem Wilsberg und das ZDF in der Domstadt - genauer gesagt im Antiquariat Solder - heimisch geworden waren, entdeckten auch die Verantwortlichen des ARD-Tatorts Münster als Drehort mit den bekannten Folgen: Der Tatort mit Schauspieler-Duo Axel Prahl und Jan Josef Liefers etablierte sich ebenfalls mit großem Erfolg in der TV-Krimilandschaft.

Wegbereiter des gestiegenen Bekanntheitsgrad der Westfalenmetropole war jedoch vor allem zunächst Leonard Lansink, der bis zur ersten Tatort-Ausstrahlung (2002) bereits fünf Wilsberg-Folgen abgedreht hatte. An seiner Seite agierte Schauspiel-Kollege Heinrich Schafmeister bis 2005 als bester Freund Wilsbergs "Manni" Höch. Diesen Part übernahm Oliver Koritke ab der 15. Folge, in der "Ekki" Talkötter als künftiger Wegbegleiter des Detektivs zum ersten Mal auftaucht.

In einem Interview mit der "Goldenen Kamera" beschreibt der 64-jährige Schauspieler, was ihm an der Figur Georg Wilsberg gut gefällt: "Er kann eigentlich nichts, macht trotzdem alles richtig. Das ist das Sympathische an ihm." Das Richtige hat auch Leonard Lansink gemacht - mit seiner Rollenauswahl...

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