Vollversammlung im Bennohaus
Fridays for Future will laut bleiben

Münster -

„Fridays for Future“ Münster traf sich jetzt zu einer Vollversammlung im Bennohaus. Für den 24. April planen die Mitstreiter eine Großdemo in Münster.

Donnerstag, 20.02.2020, 20:00 Uhr
Reinhard Weßling (v.l.), Marlena Grab und Swinda Langenstraß werben bei der Vollversammlung für die nächste FfF-Demo.
Reinhard Weßling (v.l.), Marlena Grab und Swinda Langenstraß werben bei der Vollversammlung für die nächste FfF-Demo. Foto: Renée Trippler

Die für den 24. April geplante Demonstration soll möglichst so groß werden wie die vor wenigen Monaten. Mehr als 20 000 Menschen gingen mit Fridays for Future am 20. September in Münster auf die Straße – die größte Demonstration der jüngeren Stadtgeschichte.

„Wenn im April wieder so viele mitmachen, wäre das toll“, sagte Marlena Grab. Die Studentin gehört zum Orga-Team der Fridays-for-Future-Ortsgruppe Münster. Zusammen mit ihren Mitorganisatoren hatte sie am Mittwoch zu einer Vollversammlung ins Bennohaus eingeladen. „Wir wollen natürlich vor allem auf diese nächste Groß-Demo hinweisen, damit sich möglichst viele beteiligen“, sagte sie. Darüber hinaus sollen im Austausch mit Mitgliedern und Interessierten neue Ziele gesteckt und weitere Aktionen geplant werden. Die Botschaft: Fridays for Future bleibt laut. „Wir wollen das Thema Klimaschutz in der Gesellschaft halten“, sagte Swinda Langenstraß. In erster Linie wollten sie einfordern, dass formulierte politische Ziele eingehalten werden.

Bis 2030 klimaneutral

Im Dezember hat der Rat die Zielsetzung beschlossen, dass Münster bis 2030 klimaneutral wird. Ein Schritt in die richtige Richtung, finden die Fridays-for-Future-Organisatoren, aber eben auch nicht mehr. „Es ist ein halbes Jahr vergangen, und es ist noch nichts passiert“, sagte Langenstraß. „Deshalb wollen wir das Jahr 2020 zum Jahr der Taten machen und nicht der Worte.“

Dementsprechend steht die nächste Demonstration zum internationalen Klimastreik im April unter dem Motto „#machen“. Dazu wollen die Fridays-, Scientists-, Students- und Parents-for- Future-Anhänger Vereine und Firmen mobilisieren.

Im vergangenen Jahr haben die Aktivisten dem Stadtrat ein Papier überreicht, das sie zusammen mit Wissenschaftlern erarbeitet haben. Das Papier enthalte eine Auswahl an Maßnahmen, um die Klimaneutralität bis 2030 wirklich zu erreichen. Gefordert werde dazu unter anderem, die Innenstadt möglichst von Autos zu befreien, so Steffen Lambrecht: „Wir wollen uns besonders im Kommunal-Wahlkampf darum kümmern, dass diese Maßnahmen auch beschlossen und umgesetzt werden.“

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