Reaktionen auf den Anschlag von Hanau
„Terror kommt nicht aus dem Nichts“

Münster -

Nach den rassistisch motivierten Morden in Hanau am Mittwochabend haben sich zahlreiche Vertreter münsterischer Institutionen und Parteien zu Wort gemeldet. Hier eine Auswahl.

Freitag, 21.02.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 20:18 Uhr
Nach dem Anschlag von Hanau haben sich in Münster zahlreiche Vertreter von Parteien und Institutionen zu Wort gemeldet.
Nach dem Anschlag von Hanau haben sich in Münster zahlreiche Vertreter von Parteien und Institutionen zu Wort gemeldet. Foto: dpa

Stadtdechant Jörg Hagemann: „Wir müssen uns dem Grauen dieses fürchterlichen Verbrechens stellen, um zu begreifen, dass es kein ‚Weiter so‘ geben darf. (...) Wir haben es zu lange hingenommen, dass in sozialen Medien, in politischen Reden von Populisten und Rechtsradikalen ungestraft gegen Menschen mit Migrationshintergrund gehetzt werden kann. Der sachliche und tolerante Austausch von Meinungen und Weltanschauungen ist zu oft einer Unkultur der Hetze, Empörung und Intoleranz gegenüber Andersdenkenden gewichen.“

  • Regierungspräsidentin Dorothee Feller: „Wieder sind in unserem Land Menschen Opfer von rechtem Hass geworden. Wieder mahnen uns Tote, jeder Form von menschenverachtender, rassistischer Hetze entschlossen entgegenzutreten.“
  • Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat Dr. Michael jung: „Rechter Terror kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist befeuert durch Hass und Hetze in unserem alltäglichen politischen Diskurs“,
  • Hubertus Zdebel, Bundestagsabgeordneter der Linken: „Der Täter hat sich zu rassistischen Ideen bekannt. Diese schreckliche Tat gedeiht in einem Klima, das von AfD, Pegida und anderen geschürt wird.“
  • Stephan Orth, Kreisvorsitzender der Grünen: „So viele rechtsterroristische Morde, so viele Anschläge. So viel Hass und Hetze seitens der AfD. Und trotzdem fällt manchen nichts anderes ein, als refexartig links und rechts gleichzusetzen.“
  • Ruprecht Polenz, ehemaliger CDU-Bundestagsabgeordneter: „Es waren keine ,Döner-Morde‘ und es sind keine ,Shisha-Morde‘. Es sind rassistische, rechtsextreme Terror-Morde.“
  • Peter Mai, Vorsitzender des DGB-Standverbandes: „Wir werden uns den Feinden unserer Demokratie mit aller Kraft entgegenstellen. Gegen Rassismus, Menschenverachtung und soziale Ausgrenzung.“
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