„Art & Antik“-Messe in Münster rechnet bis Sonntag mit rund 8000 Besuchern
Hochzeitsschrank und Glitzerbrosche

Münster -

Historische Uhren, antiquarische Bücher, Gemälde, Schmuck, Teppiche, Textilien und edles Mobiliar: Die „Art & Antik Messe Münster“ vereint bis zum kommenden Sonntag, 1. März 2020, in der Halle Münsterland rund 65 Galeristen und Antiquitätenhändler auf etwa 5400 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Die Messehalle Süd erwartet bis zum Sonntag rund 8000 Besucher. Im Rahmen der Schau bieten auch moderne Designer ihre Produkte an.

Mittwoch, 26.02.2020, 16:57 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 18:08 Uhr
Dieser Hochzeitsschrank aus Breslau (Detail des Deckels, um 1725) steht bei „Rheinland Antik“ und soll 132 000 Euro bringen.
Dieser Hochzeitsschrank aus Breslau (Detail des Deckels, um 1725) steht bei „Rheinland Antik“ und soll 132 000 Euro bringen. Foto: Wilfried Gerharz

Für den Antiquar Jan Dücker aus Dessel in Belgien begann der Aschermittwoch in der Halle Münsterland mit einer kleinen süßen Überraschung – zum Auftakt der Fastenzeit: Jeanette Bouillon vom Projektteam der „Art & Antik“-Messe Münster brachte dem treuen Gast, der schon seit 40 Jahren seine Preziosen in Münster vorstellt, ein kleines schokoladiges Zuckertörtchen mit, und der Belgier zeigte sich gerührt.

Kostbarkeiten bei „Art & Antik“ in Münster

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Seine exquisiten antiken Schnitzarbeiten zählen jedenfalls Jahr für zu den Sahnestücken der früher auch schlicht „Antiquitätentage“ genannten Schau. Stolz weist Dücker auf eine kleine Hochzeitstruhe aus Bremen hin, die um 1700 einer wahrscheinlich wohlhabenden Hanseaten-Tochter mit in das neue Ehe-Leben gegeben wurde. Auch eine Figur der Heiligen Mutter Anna, die ihrer Tochter Maria Unterricht erteilt und um 1500 im Maas-Gebiet vermutlich für eine Kirche entstanden sein muss, erweist sich als Blickfang.

Ein Hingucker sind gleich nebenan auch die Möbel von „Rheinland Antik“, zumal am Stand mit Julian Schmitz-Avila ein Mann steht, den man zu kennen glaubt. Nach einigem Nachfragen weiß man dann auch, warum. Der junge Antiquitätenhändler sitzt bei „Bares für Rares“ häufig in der Mitte und bietet fleißig mit. In Münster blättert er jetzt nicht Bargeld für Raritäten auf den Tisch, sondern präsentiert und verkauft Möbel aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ein Hochzeitsschrank aus Breslau, wirklich ein geschreinertes Meisterstück aus der Zeit um 1725, hat nicht nur fein gearbeitete Verzierungen zu bieten, sondern auch hübsche Bild-Intarsien. Entsprechend liegt der Liebhaberpreis bei 132 000 Euro. „Deutsche Möbel sind momentan das ,Non plus ultra’“, versichert Schmitz-Avila.

Seit vielen Jahren schon sind bei „Art & Antik“ auch Galeristen zugegen, von denen der Kurpfälzer Gernot Rudolf, der eine Galerie auf Sylt betreibt, besondere Schätze zu bieten hat – nämlich Repräsentanten der Klassischen Moderne. Herausragend ist hier ein Aquarell von Emil Nolde, der 1924 seine Frau Ada in einem Aquarell festhielt. Wer dafür ernstes Interesse aufbietet, sollte mit einem „mittleren sechsstelligen Betrag“ rechnen.

Ganz in unsere zeitgenössische Moderne geht Dr. Gabriele Hovestadt, die als Nottulnerin sozusagen Heimrecht genießt und unter anderem einen Siebdruck von Jörg Immendorff präsentiert, auf dem der Künstler 1997 die atemlose und zerrissene Welt unserer Tage zeigt: „Weltlauf“.

Da, wo es blitzt und blinkt, befindet sich der Stand des Kunsthauses Nüdling, das sich in den vergangenen Jahren vom Generalisten immer mehr zum SchmuckExperten gewandelt hat. Charlotte K. Nüdling ist besonders stolz auf kleine Broschen-Sammelstücke aus dem 19. Jahrhundert, die das Kolosseum und den Petersdom zeigen.

Im Entree der Antiquitätenschau sind auch wieder „Meisterstücke“ junger Designer zu sehen. Prof. Thomas Klegin und etliche Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Design aus Krefeld stellen dort feine Arbeiten von der geflochtenen Lampe bis zur formschönen Holzliege vor.

„Art & Antik“ in der Halle Münsterland

 

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