Finanzämter appellieren: Steuererklärung elektronisch abgeben
Die „e-Quote“ erreicht 60 Prozent

Münster -

90 000 Steuererklärungen bearbeiten die beiden münsterischen Finanzämter im Jahr. 30 000 davon werden immer noch in Papierform abgegeben. Die Finanzamtsleiter Jochen Elbertzhagen und Daniel Heck appellieren an alle Arbeitnehmer, die jetzt ihre Erklärung abgeben, auf das Online-Finanzamt „Mein Elster“ umzusteigen.

Donnerstag, 27.02.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 27.02.2020, 20:12 Uhr
Jochen Elbertzhagen, Leiter des Finanzamtes Münster-Außenstadt (links), und Daniel Heck (Münster-Innenstadt) möchten noch mehr Münsteraner dazu motivieren, ihre Steuererklärung online abzugeben.
Jochen Elbertzhagen, Leiter des Finanzamtes Münster-Außenstadt (links), und Daniel Heck (Münster-Innenstadt) möchten noch mehr Münsteraner dazu motivieren, ihre Steuererklärung online abzugeben.

Die Steuererklärung elektronisch abzugeben spart nicht nur Papier, sondern Aufwand. Daher bitten die Finanzämter die Arbeitnehmer, von denen viele jetzt mit ihrer Steuererklärung beginnen, zur Online-Abgabe zu wechseln. Mit 60 Prozent sei die „e-Quote“ zwar im Vergleich zu anderen Städten schon sehr hoch, man wolle aber noch mehr Münsteraner zu einer elektronischen Abgabe bewegen.

Die Erklärung kann künftig nur über das Onlinefinanzamt „Mein Elster“ erfolgen, „ElsterFormular“ wird für 2019 zum letzen Mal angeboten. „Wir bekommen immer noch mehr als 30 000 Fälle in Papierform“, sagte Jochen Elbertzhagen, Leiter des Finanzamtes Münster-Außenstadt. Insgesamt bearbeiteten die Finanzämter in Münster nach eigenen Angaben gut 90 000 Arbeitnehmererklärungen.

Einige hätten ihre Erklärung bereits im Januar abgegeben, erklärte Daniel Heck, Leiter des Finanzamts Münster-Innenstadt. „Wir fangen im März mit der Bearbeitung an“, so Elbertzhagen.

Seit zwei Jahren haben Steuerpflichtige zwei Monate länger Zeit, ihre Erklärung abzugeben: Spätestens bis zum 31. Juli 2020 muss sie erfolgen. Wer Hilfe von einem Berater oder dem Lohnsteuerhilfeverein bekommt, hat Zeit bis Ende Februar 2021.

„Viele kriegen im Rahmen ihres Steuerbescheides eine Erstattung“, betont Elbertzhagen. Dass darauf der eine deutlich länger warten müsse, als der andere, sei durch den oft sehr unterschiedlich hohen Aufwand begründet. „Die Bearbeitungszeit beträgt wenige Wochen bis maximal 4,5 Monate.“

Grundlegende Änderungen gibt es für die Arbeitnehmer nicht. Neu ist unter anderem die Steuerfreiheit für Diensträder, die, genau wie die Steuerfreiheit von Arbeitgeberleistungen für den öffentlichen Verkehr, „ein Zeichen setzen soll“, um das umweltfreundliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu honorieren, erklärt Finanzamtsleiter Daniel Heck.

Die beiden Finanzämter laden am 18. und 24. März jeweils ab 17 Uhr, im Konferenzbereich der Oberfinanzdirektion, Albersloher Weg 250, zu einer Infoveranstaltung zur digitalen Abgabe der Steuererklärung über „Mein Elster“ ein.

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