Feierliche Zeremonie bei den Vorsehungsschwestern
Genn segnet Provinzhaus

Münster -

Bereits seit gut einem Monat wohnen die Schwestern der Göttlichen Vorsehung in ihrem neuen Provinzhaus an der Offenbergstraße. Am Samstag war Bischof Felix Genn zu Gast und segnete die Räumlichkeiten.

Sonntag, 01.03.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 21:00 Uhr
Weihrauchkerzen entzündeten während der Altarweihe Bischof Dr. Felix Genn
Weihrauchkerzen entzündeten während der Altarweihe Bischof Dr. Felix Genn Foto: klm

Seit Ende Januar wohnen alle 60 Schwestern des Ordens der Vorsehung in ihrem neuen Provinzhaus an der Offenbergstraße. Am Samstag weihte Bischof Dr. Felix Genn den Altar und den Ambo (Lesepult) der Kapelle. Auch segnete er die Wohn- und die Büroräume des Ordenssitzes.

Während der rund zweistündigen Zeremonie in der Kapelle ließ Genn Reliquien der heilig gesprochenen Kirchenstifterin Ida von Herzfeld in den Altarboden einsetzen. „Sie hat zu ihrer Zeit Zeugnisse der Nächstenliebe gegeben“, sagte Genn im Beisein von etwa 80 Gästen aus dem Haus und dem Bistum. Mitzelebriert wurden die Altarsegnung und die anschließende Eucharistiefeier von Prof. Dr. Norbert Köster, dem Rektor der Provinzhaus-Kapelle, Pfarrer Dr. Stefan Rau, in dessen Pfarrei St. Joseph Münster-Süd die Schwestern leben und Bischofskaplan Jörg Niemeier.

Genn bezog sich mit der „Nächstenliebe“ im Laufe der Zeremonie auch auf die Arbeit der Schwestern, die diese über Jahre geleistet hätten: „Wie vielen haben Sie das Brot gereicht und wie oft die Bildung von Frauen und Mädchen unterstützt?“ Er besprenkelte mit geweihtem Wasser den Ambo – das Pult wird unter anderem für Predigten genutzt –, die Anwesenden und dann den Altar. Das Wasser, sagte Genn, sei „Grundelement des Lebens“, es stille „den Durst nach Leben“, wie Jesus gesagt habe und zeige „eine reinigende Wirkung“. Zusammen mit den Teilnehmern wurde das Taufbekenntnis gesprochen.

Mit Chrisamöl, das in der katholischen Kirche zur Salbung bei den Sakramenten und bei Weihen eingesetzt wird, rieb der Bischof die Altaroberfläche ein – als verbindendes Element der Gefirmten, wie er erläuterte und als weitere „Bekräftigung“ des Glaubens. „Es ist eine Erinnerung, wozu wir als Christen berufen und worauf unser Christsein angelegt ist.“ Schließlich entzündete Genn Weihrauchkerzen auf dem Altar. „Das Feuer ist Zeichen für die Sendung des Herrn selbst, der in brennender Liebe um den Menschen besorgt ist“, sagte der Bischof und bezog sich wieder auf die Leistungen der Ordensschwestern: Das „Licht des Feuers“ gehe auf im Leben, „das keinen Ruhestand lässt“.

Für das Ordenshaus bedankte sich die Provinzleiterin, Schwester Paula Bomas, bei Genn und den weiteren Geistlichen, zudem bei „allen, die am Neubau beteiligt waren“, sagte sie. Und im spirituellen Sinne: „Unser Vorsehungsgott war immer da.“

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