Stiftung zeichnet Professor Penninger in Münster aus
Hoffnung im Kampf gegen Covid-19

Münster -

Prof. Dr. Josef Penninger ist einer der Wissenschaftler, die derzeit an einem Medikament gegen das Corona-Virus arbeiten. Jetzt war Penninger in Münster zu Gast.

Sonntag, 01.03.2020, 21:00 Uhr
Prof. Dr. Hans Robert Schöler (v.l., Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster), Prof. Dr. Axel Nissen (Stiftungsvorsitzender), Prof. Dr. Josef Penninger (Preisträger) und Prof. Dr. Frank Ulrich Müller (Dekan der Medizinischen Fakultät in Münster).
Prof. Dr. Hans Robert Schöler (v.l., Direktor am Max-Planck-Institut für molekulare Biomedizin in Münster), Prof. Dr. Axel Nissen (Stiftungsvorsitzender), Prof. Dr. Josef Penninger (Preisträger) und Prof. Dr. Frank Ulrich Müller (Dekan der Medizinischen Fakultät in Münster). Foto: Luca Pals

Aktueller und treffender hätte der Besuch von Prof. Dr. Josef Penninger in Münster kaum sein können. In einer Woche, in der sich der Corona-Virus durch alle Medienkanäle gefressen und in vielen Teilen Deutschlands angekommen ist, ließ sich die oberste wissenschaftliche Riege der Stadt den Vortrag des österreichischen Genetikers nicht entgehen. Penninger wurde am Freitag von der Stiftung Herzzentrum Münster mit einem Preis ausgezeichnet, den Prof. Dr. Axel Nissen überreichte. Seit acht Jahren küren die Verantwortlichen jährlich international renommierte Forscher.

Der Preisträger gehört laut Professor Hans Schöler vom Max-Planck-Institut seit mehreren Jahrzehnten zu den „Top Ten der weltweiten Wissenschaftler“, 538 Publikationen pflastern den Weg des aktuellen Leiters des Life Science Instituts in Vancouver in Kanada. Damit nicht genug: In diesem Jahr wird er die Marke von 100 000 Zitaten in wissenschaftlichen Arbeiten erreichen. Der Österreicher war von 2003 bis 2018 wissenschaftlicher Direktor am Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien und für die Verantwortlichen der Stiftung Herzzentrum ein „richtiger Glücksfall“.

Denn: Penninger und sein Team sind dabei ein Medikament gegen den Sars-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19, die zuerst zahlreiche Städte in China lahmlegte und nun über Italien nach Deutschland kam, zu entwickeln.

Penninger hat schon viel in der Wissenschaft erlebt, auch der Ausbruch des Sars-Virus 2003 in Toronto. An den Corona-Virus müsse man – wie immer – mit klarem Kopf herangehen. Er warnte vor Panikmache, sagte aber auch: „Der Virus ist kniffliger, es ist diesmal schwierig den Ursprung herauszufinden.“ Beachtlich sei die Schnelligkeit, mit der die Wissenschaft reagieren würde. Trotzdem sagt er: „Von schnellen Wunderlösungen kann man nur träumen. Die gibt es in der Wissenschaft nicht.“ Der Virus würde sich auch in Deutschland weiter ausbreiten, geht Penninger aus.

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