The Bluesanovas
Auf dem Weg zur eigenen Marke

Münster -

Von Münster in die weite Welt der Musik: „The Bluesanovas“ sind dabei, ihrer Musik auch international Gehör zu verschaffen.

Donnerstag, 05.03.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 13:11 Uhr
Mit Respekt gegenüber ihren großen Vorbildern, wie B.B. King oder Bo Diddley, und mit einem Gespür für zeitgemäßen Blues begeistert die junge Band „The Bluesanovas“ aus Münster auch das Publikum in den USA. Bei der International Blues Challenge 2020 in Memphis/USA kamen sie bis ins Halbfinale.
Mit Respekt gegenüber ihren großen Vorbildern, wie B.B. King oder Bo Diddley, und mit einem Gespür für zeitgemäßen Blues begeistert die junge Band „The Bluesanovas“ aus Münster auch das Publikum in den USA. Bei der International Blues Challenge 2020 in Memphis/USA kamen sie bis ins Halbfinale.

Eurodance, Techno und Grunge beherrschten die Musikszene, als die fünf Jungs von „The Bluesanovas“ in den 1990er-Jahren auf die Welt kamen. Das merkt man ihnen 2020 aber nicht an – die junge Band ist wunderbar aus der Zeit gefallen.

Die Münsteraner haben ein Genre für sich entdeckt, das mit dem Song „Pinetop‘s Boogie Woogie“ 1928 begann und als zeitlose Rock-Blaupause für The Rolling Stones, ZZ Top oder Joe Bonamassa steht: den Blues. Diesem verschaffen die 2015 gegründeten „The Bluesanovas“ mehr als nur ein modernes Update. Mit Erfolg. Deutschlands jüngste Blues-Band erreichte in Memphis/Tennessee (USA) bei der International Blues Challenge unter rund 200 Bands das Halbfinale. Am 16. April stehen sie bei der European Blues Challenge in Zaandam (Holland) auf der Bühne.

„Blues bedeutet für mich die beste musikalische Ausdrucksweise. Tiefgründiger geht es nicht, weil Blues ein Lebensgefühl ist“, sagt der virtuose „Bluesanovas“-Gitarrist Filipe de la Torre im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 24-Jährige komponiert auch. „Die eigenen Songs entstehen bei uns gerne mal aus einer Jam-Session heraus, wenn jemand in einem unaufmerksamen Moment im Proberaum am Hawerkamp etwas vor sich hindudelt“, sagt Filipe. Bei der dienstäglichen Blues-Jam im „Bunten Vogel“ kam der Student für E-Gitarre an der Musikhochschule Münster – einer seiner Dozenten ist Jürgen Knautz, Bassist der Adam-Riese-Show – so richtig auf den Geschmack.

Erinnerung an den ersten Auftritt

„Den ersten Auftritt in Münster hatten wir im Flic-Flac an der Wolbecker Straße“, erinnert sich de la Torre. Energiegeladener Rhythm and Blues trifft bei den „Bluesanovas“ seitdem auf feurigen Boogie-Woogie-Swing. Für den richtigen Schwung sorgen neben dem Gitarristen Bassist Nikolas Karolewicz (studiert Lehramt) sowie die Zwillinge Nico Dreier am Honky-Tonk-Piano beziehungsweise an der Hammond-B3-Orgel und Philipp Dreier am Schlagzeug. Der ist im Hauptberuf Verwaltungsfachangestellter bei der Bundeswehr. Sänger Melvin Schultz (studiert Pop Vocals und Musikpädagogik) ist seit 2019 dabei. Er haut neue Songs, wie „Won´t you make up your mind“, so innig und bodenständig aus sich heraus, als ob er einem guten Freund eine ganz persönliche Geschichte erzählen will. Ganz lässig.

Tour-Kalender

7. März: Blueslawine Osnabrück; 27. März: Kaiserkeller Detmold; 16. April: European Blues Challenge 2020 Amsterdam (NL); 24. April: Woanders, Menden; 25. April: Torburg, Köln. 26. April: Bluescruise, Oosterend (NL); 1. Mai: Blue-Garage, Laßnitz (AT); 16. Mai: CottonClub, Hamburg; 2. Juni-5. Juni: Ruhrfestspiele Recklinghausen.

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Die neue EP soll im Sommer erscheinen – geprägt von der Memphis-Reise. „Wir haben im B.B. King‘s Blues Club an der Beale Street gespielt, wo schon Johnny Cash und Elvis Presley aufgetreten sind“, blickt de la Torre voller Ehrfurcht zurück. Der Applaus des Publikums wiegt doppelt. „Die Amerikaner stehen Bands aus Europa zunächst skeptisch gegenüber. Sie sind bei uns dann aber voll mitgegangen.“ Vier Song-Aufnahmen im legendären Sun-Records-Studio von Rock-and-Roll-Pionier Sam Phillips folgten. „Einfach fantastisch“, schwärmt de la Torre, „da waren noch die Zigarettenabdrücke von Jerry Lee Lewis auf einer Taste des Klaviers zu sehen.“ Umjubelte Konzerte in Deutschland, Holland und Österreich zeigen, dass „The Bluesanovas“ auf dem Weg zur eigenen Marke sind – getreu ihrem Motto: „Wir spielen den 21st Century Blues“.

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