LWL veranstaltet Filmreihe „Die Trümmer sind unter uns“
Nachkriegszeit im Film

Münster -

In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Der LWL nutzt das, um eine Filmreihe zur Nachkriegszeit zu veranstalten.

Donnerstag, 05.03.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 18:46 Uhr
Machten es sich in den Kinositzen gemütlich (v.l.): Prof. Dr. Markus Köster (LWL), Daniel Gollmann (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Ursula Brenken (Verein „Gegen Vergessen“) sowie Prof. Dr. Malte Thießen (LWL) und Dr. Christoph Spieker (Villa ten Hompel).
Machten es sich in den Kinositzen gemütlich (v.l.): Prof. Dr. Markus Köster (LWL), Daniel Gollmann (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge), Ursula Brenken (Verein „Gegen Vergessen“) sowie Prof. Dr. Malte Thießen (LWL) und Dr. Christoph Spieker (Villa ten Hompel). Foto: Matthias Ahlke

Eine Frau in einem grauen Mantel balanciert über Trümmer. Ziegelsteine, Holz und Asche liegen unter ihren Füßen. Ein Blick auf das Plakat-Foto reicht aus, um zu wissen: Bei der Filmreihe „Drehbuch Geschichte 2020“ geht es um die Nachkriegszeit. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat dieses Thema bewusst für dieses Jahr gewählt. Im Frühjahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 75. Mal. Die Filmreihe trägt den Titel „Die Trümmer sind unter uns – Nachkrieg im Film“.

„Die Grundidee der Reihe ist immer, Film und Geschichte zu verbinden“, erläutert Prof. Dr. Markus Köster vom LWL-Medienzen­trum für Westfalen. An sechs Abenden zwischen dem 11. März und dem 22. April werden Filme vorgeführt. Gezeigt werden Spielfilme und Dokumentationen, teils in Schwarz-Weiß, teils in Farbe.

Termine und Filme

 

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„Die Filme konzentrieren sich auf die Nachkriegszeit und den Alltag in dieser Zeit“, erklärt Kösters. Sie stellen Frauen, Kinder und Kriegsheimkehrer in den Mittelpunkt. Das Spektrum reicht von ersten „Trümmerfilmen“ aus dem Jahr 1946 bis hin zu dem Melodrama „Phoenix“ aus dem Jahr 2014. Der Schwerpunkt liegt laut Kösters dabei auf Münster und Westfalen.

„Es geht um eine Gesellschaft, die materiell und geistlich in Trümmern lag“, so Kösters. Auch sein Kollege Prof. Dr. Malte Thießen, Leiter des LWL-Instituts für westfälische Regionalgeschichte, stimmt ihm zu: „Der Krieg hat viele Spuren hinterlassen.“

Bei allen sechs Filmen gibt es eine Einführung von Historikern oder Vertretern der teilnehmenden Partner. Neben dem LWL sind der Geschichtsort Villa ten Hompel, der Verein „Die Linse“, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Verein „Gegen Vergessen – für Demokratie“ beteiligt.

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