Zuchterfolg im Allwetterzoo Münster
Nachwuchs bei den Seepferdchen

Münster -

Mehr als 100 Jungtiere auf einen Schlag: Der Allwetterzoo hat einen Zuchterfolg bei den Seepferdchen verkündet.

Donnerstag, 05.03.2020, 17:48 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 14:30 Uhr
Zuchterfolg im Allwetterzoo Münster: Nachwuchs bei den Seepferdchen
Foto: Allwetterzoo Münster

Der Allwetterzoo Münster kann über hundert Jungtiere auf einen Schlag begrüßen – und das, obwohl die Art selbst noch keine hundert Jahre bekannt ist, wurde sie doch erst 1933 von Isaac Ginsburg dokumentiert. Die Rede ist vom Langschwänzigen Seepferdchen, oder auch Langschnauzen-Seepferdchen. Wenn nicht in menschlicher Obhut, dann leben diese Tiere in den tropischen Zonen des Westatlantiks. Sie leben vorwiegend in Seegras- und Tangwiesen in Festlandnähe.

Hippocampus reidi,so der zoologische Name,werden etwa 14 bis 18 Zentimetergroß und etwa zwei bis fünf Jahre alt. „An Langschnäuzigen Seepferdchen lassen sich einige charakteristische Merkmale von Seepferdchen beobachten: ein ausgeprägtes Sozialleben und Balzverhalten, die Fähigkeit willkürlich die Färbung zu beeinflussen und ein markantes Fressverhalten als Nahrungsspezialist“, erklärt Marcel Alaze, Kurator im Allwetterzoo Münster. Bei vielen Seepferdchen, weltweit soll es zwischen bis zu 80 verschiedene Arten geben, bleiben die Partner während der gesamten Brutzeit zusammen.

Zunächst hinter den Kulissen

Jeden Morgen vollführen Männchen und Weibchen zur Begrüßung einen graziösen Tanz. Bei der Paarung legt das Weibchen die Eier in eine Bruttasche am Bauch des Männchens, aus der die 100 bis 250 voll entwickelten Jungtiere nach etwa zwei Wochen freigesetzt werden. Diese sind auf sich selbst gestellt und ernähren sich von winzigem Zooplankton.„Damit unsere Tiere gut versorgt und vor allem beobachtet werden können, behalten wir die Jungtiere bis zu acht Wochen in einem separaten Becken hinter den Kulissen. Wir hoffen aber, dass wir zum Ende des Aprils hin die Tiere in ein Aquarium setzen können, in das dann alle Besucher Einsicht nehmen können“, erklärt der Experte, warum aktuell nur adulte, also erwachsene Seepferdchen zu erlebensind.

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