„Flanieren“ – der neue Rundgang durch die kleinen Ateliers
„Als Anregung für meinen Mann“

Münster -

Schauen, bestaunen, probieren, zuhören, unterhalten, erkunden, entdecken und flanieren – dazu bot der Samstagnachmittag zahlreiche Möglichkeiten mit der neuen Veranstaltung „Flanieren“.

Sonntag, 08.03.2020, 17:32 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 18:12 Uhr
Beim ersten Atelierrundgang „Flanieren“ lernten die zahlreichen Besucher auch das historische Ladenlokal von Melanie Laukamp (Headwear Design Award 2017) kennen.
Beim ersten Atelierrundgang „Flanieren“ lernten die zahlreichen Besucher auch das historische Ladenlokal von Melanie Laukamp (Headwear Design Award 2017) kennen. Foto: Maria Conlan

Schauen, bestaunen, probieren, zuhören, unterhalten, erkunden, entdecken und flanieren – dazu bot der Samstagnachmittag zahlreiche Möglichkeiten mit der neuen Veranstaltung „Flanieren“. Bei bester Laune präsentierten Hutmacherinnen und Schmuckdesignerinnen, Modemacherinnen und Kalligraphiekünstlerinnen, Objektdesignerinnen und Raumgestalterinnen, Illustratorinnen und eine Sängerin ihre Künste und Werke. Viele folgten der Einladung zum Flanieren, ließen sich vom Sonnenschein locken und nicht durch Corona-Bedenken abschrecken. An 14 Orten in Münster stellten 26 Künstler ihre Werke von 12 bis 22 Uhr aus.

Da es die „Tour des Ateliers“ in Münster nicht mehr gibt, suchte Birgit Käufer nach Alternativen und entwickelte dieses Format. Schnell hatte sie 27 Mitwirkende gefunden und plant nun jährlich im März so eine Plattform für kreative Köpfe, auch für Künstler ohne festen Laden oder ein öffentliches Atelier, damit sie ihre Produkte vorstellen und neue Interessenten ansprechen können.

Käufers Konzept ging auf, das zeigte sich schon in den ersten Stunden. „Es hat sich jetzt schon gelohnt. Ich bin ganz glücklich“, resümierte sie bereits innerhalb der ersten Stunde. Immer wieder wurde sie im Laufe des Tages über die spannende Vielfalt der Flanier-Orte und Aussteller angesprochen. Und Sängerin Tünde Gajdos, die ebenfalls durch verschiedene Ateliers mit einem facettenreichen und speziell zusammengestellten Liedprogramm tourte, fand eine kleine Fan-Gemeinde, die ihr tatsächlich von Ort zu Ort folgte.

Der Zulauf war rege am Samstag, die Atmosphäre entspannt und fröhlich. „Schönes Ambiente, könnte jeden Samstag so sein“, beschrieb Maria Haverkamp ihr „Flanieren“-Erlebnis. Aus Hiltrup kam Rita Wolff mit ihrer Nachbarin: „Das war schon so ein toller Einstieg“, schwärmten sie vom Auftritt von Sängerin Tünde Gajdos im Schmuckatelier Sabina Kreuchauffs und waren bei Melanie Laukamps Hutatelier schon bei ihrer dritten Flanierstation angekommen.

Eine Dame steckte die Visitenkarte einer Schmuckdesignerin ein: „Als Anregung für meinen Mann. Ich habe bald Geburtstag“, verkündete sie. Sogar aus Essen waren Interessierte angereist und überraschten damit „Blechbüchsen“-Inhaberin Nadja Wichmann: „Ich habe gar nichts erwartet“, erzählte die Illustratorin. Sie freute sich, dass ständig neue Menschen in ihren Laden an der Wolbecker Straße kamen, um ihre Werke anzuschauen – und das eine oder andere zu kaufen. Und die Essener Besucher versprachen gleich, das nächste Mal die Werbetrommel zu rühren. Ein voller Erfolg.

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