Stadt kann Verein keine Ausgleichsfläche bieten
Hochwasserschutz statt Hundetrainingsplatz

Münster -

Der „Verein für Deutsche Schäferhunde“ muss seine Fläche am Wilhelmshavenufer räumen. Die Mitglieder hatten auf einen Ausgleich gehofft. Damit kann die Stadt Münster allerdings nicht dienen.

Dienstag, 10.03.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 10:50 Uhr
Die Vereinsmitglieder sind traurig, dass sie das Gelände räumen müssen.
Die Vereinsmitglieder sind traurig, dass sie das Gelände räumen müssen. Foto: Luca Pals

Für die münsterische Ortsgruppe des „Vereins für Deutsche Schäferhunde“ ist es ein trauriger Abschied. Für die Stadt Münster eine notwendige Maßnahme für den Hochwasserschutz.

Der Verein muss – wie berichtet – zum Ende des Monats Trainingsplatz und Vereinsheim am Wilhelmshavenufer räumen. Die Mitglieder können die Hintergründe dafür verstehen, können jedoch nicht nachvollziehen, dass die Stadt ihnen keine alternative Fläche als Ausgleich anbietet.

Keine Ersatz-Fläche für den Verein

„Die Stadt Münster bemüht sich, in solchen Fällen Alternativflächen zu finden“, erläutert Marion Brink vom städtischen Amt für Immobilienmanagement. Jedoch seien die verfügbaren Flächen im Eigentum der Stadt „stark begrenzt“.

Die Sprecherin des Amtes fügt hinzu: „Erschwerend kommt hinzu, dass in diesem Fall eine Fläche benötigt wird, die sowohl weit genug von Wohngebieten entfernt ist als auch über Baurecht für ein Vereinsheim verfügt.“ Die Stadt bedauere es, dem Verein keine geeignete Fläche zur Verfügung stellen zu können.

Ausbau der Hochwassersicherheit

Für die Fläche am Wilhelmshavenufer entlang des Dortmund-Ems-Kanals gibt es gleichwohl schon feste Pläne. Laut Marion Brink wird sie für den erforderlichen Ausbau der Hochwassersicherheit benötigt. Auch weitere Flächen seien davon betroffen.

Hintergrund ist das Starkregenereignis aus dem Juli 2014. Das führte auch im Bereich des Wilhelmshavenufers sowie am Coppenrathsweg und dem Pulverschuppen zu massiven Überflutungen. Ein Ingenieurbüro hatte der Stadt dort in der Folge eine mangelhafte Hochwassersicherheit bescheinigt, heißt es in einer Erläuterung des Tiefbauamtes.

Das Ableitungssystem bestehe derzeit aus Gräben und Verrohrungen, die jedoch „minder dimensioniert“ seien. Deshalb sei eine Trassenänderung unumgänglich. Die bauliche Umsetzung ist laut Tiefbauamt für das Ende dieses oder den Anfang des kommenden Jahres vorgesehen.

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