CDU-Politiker mit Blogger-Preis ausgezeichnet
Ruprecht Polenz ist „Newcomer des Jahres“

Münster -

Der münsterische CDU-Politiker Ruprecht Polenz ist am Montagabend in Berlin mit dem Preis „Goldener Blogger“ ausgezeichnet worden. Seit einem Jahr ist er auf Twitter aktiv, dort folgen dem 73-jährigen Münsteraner mittlerweile mehr als 40 000 User.

Dienstag, 10.03.2020, 12:54 Uhr aktualisiert: 10.03.2020, 13:58 Uhr
Ruprecht Polenz ist „Blogger des Jahres“.
Ruprecht Polenz ist „Blogger des Jahres“. Foto: pp

Der münsterische CDU-Politiker Ruprecht Polenz ist am Montagabend in Berlin mit dem Preis „Goldener Blogger 2019“ ausgezeichnet worden. Der 73-Jährige war in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ nominiert. Seit ziemlich genau einem Jahr ist Polenz auf Twitter aktiv. Seitdem hat er mehr als 11.000 Tweets – also Kurznachrichten – abgesetzt. Rund 41 000 Menschen folgen dem früheren CDU-Bundestagsabgeordneten.

„Mit 73 als Newcomer ausgezeichnet zu werden, ist auf der einen Seite schräg“, so Polenz am Dienstag gegenüber unserer Zeitung. „Auf der anderen Seite stimmt das ja – schließlich habe ich meinen ersten Tweet am 28. März 2019 gepostet.“ Bereits seit zehn Jahren ist Polenz auf Facebook aktiv. „Bei Twitter hatte ich lange Zeit das Gefühl, dass das nicht das richtige für mich ist, da man mit 280 Zeichen kaum gescheite Argumente rüberbringen kann.“

Mittlerweile ist der CDU-Politiker anderer Meinung – auch, weil er seit seinem Twitter-Start mit sehr vielen Menschen digital ins Gespräch gekommen sei. „Twitter und Facebook sind keine Einweg-Kommunikation, sie sind ein fortdauerndes Gespräch mit vielen Menschen“, hat er die Erfahrung gemacht. Während man auf Veranstaltungen oft nur 40, 50 Zuhörer erreiche, werde man auf Twitter und Facebook von Tausenden wahrgenommen.

Auf Twitter kommentiert Polenz vor allem außenpolitische Themen, beschäftigt sich aber auch mit dem Umgang mit Minderheiten. Außerdem will er auf Beiträge anderer Personen aufmerksam machen, die er für lesenswert hält. „Die erhalten allerdings nicht immer die Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche“, bedauert der Politiker.

„Natürlich“ habe er schon Trolle und hasserfüllte User gesperrt, sagt Polenz. „Bei intensiven Beleidigungen blockiere ich.“ Solche Personen seien aber nur ein Teil des Netzes. „Zu einem ganz großen Teil handelt es sich um Menschen, die interessiert sind und diskutieren wollen“, ist er überzeugt. Sein Tipp für die Kollegen in der Politik: „Eine Stunde täglich sollten sie mit dem Netz diskutieren.“

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