Stadtwerke reagieren auf Coronavirus
Die vordersten Bustüren bleiben geschlossen

Auch die Stadtwerke Münster reagieren auf das Coronavirus. Das Unternehmen bittet die Fahrgäste, nur noch die hinteren Türen zum Ein- und Ausstieg zu nutzen.

Donnerstag, 12.03.2020, 14:33 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 15:22 Uhr
Stadtwerke reagieren auf Coronavirus: Die vordersten Bustüren bleiben geschlossen
An allen Haltestellen bleibt die erste Tür der Busse bis auf Weiteres vorsorglich geschlossen. Die Stadtwerke bitten alle Fahrgäste, hinten einzusteigen. Foto: Stadtwerke Münster

Die Stadtwerke Münster bitten alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

Gleichzeitig soll auch der Einstiegsbereich neben der Fahrerkabine frei bleiben. Ziel der Maßnahme ist es, die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung mit dem Coronavirus beim Ticketkauf sowohl für Fahrerinnen und Fahrer als auch die Fahrgäste zu minimieren.

Vorsorge gegen eine Ansteckung

Ähnliche Maßnahmen haben zuvor bereits Nahverkehrsbetriebe unter anderem in der Schweiz, in Berlin und weiteren Großstädten getroffen. „Wir bitten unsere Fahrgäste um Verständnis für die Änderung. Sie dient der Vorsorge gegen eine Ansteckung und soll helfen, dass der Busverkehr in den nächsten Wochen ohne große Einschränkungen weiterläuft“, erklärt Frank Gäfgen, Geschäftsführer Mobilität der Stadtwerke. In den Bussen finden Fahrgäste zudem Verhaltensempfehlungen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, unter anderem zum richtigen Husten und Niesen.

Statt das Ticket im Bus zu kaufen, verweisen die Stadtwerke auf das elektronische 90 MinutenTicket, die Vorverkaufsstellen und Automaten sowie die App „Westfalentarif“. Die Maßnahme wurde im städtischen Krisenstab beschlossen.

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