Shubangi besingt den Neustart
„Löse Dich von Bequemlichkeit!“

Münster -

„Löse Dich von altbekannten Wegen, löse Dich von Bequemlichkeit. Ich will mich ohne Altlasten bewegen, ich bin neugierig und bereit.“ Sängerin Shubangi aus Münster, die bürgerlich Shubangei Yogendra heißt, gibt in ihrem neuen Song „Jederzeit“ gleich die Antwort, wann und wie man am besten den eigenen Neustart machen kann.

Dienstag, 24.03.2020, 07:26 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 08:14 Uhr
Eingespieltes Team für gefühlsbetonte Grooves: Mit dem Münsteraner Alex Duuq hat Sängerin Shubangi ihren neuen selbstkomponierten Song „Jederzeit“ produziert.
Eingespieltes Team für gefühlsbetonte Grooves: Mit dem Münsteraner Alex Duuq hat Sängerin Shubangi ihren neuen selbstkomponierten Song „Jederzeit“ produziert. Foto: Franca Hengstermann

Im Video liegt sie zwischen weißen Blumen auf einer Wiese, streckt die Arme aus und schaut durch ein grünes Blätterdach in den Himmel. Die Zeitlupen-Bilder passen zum gechillten R‘n‘B-Pop-Groove, fein produziert von Alex „Duuq“ Schorfheide aus Münster, der Shubangis Aufbruch von der Natur ins Urbane dann temporeich mit funkig-verzerrter Gitarre begleitet. Entschlossen klettert sie einen Baum hoch, baumelt befreit mit den Füssen im See-Wasser und singt kraftvoll: „Ich springe ins kalte Wasser, das kühle Nass tut gut, es weckt in mir auf, was tief in mir wohnt.“

Mit ihrem neuen Song „Jederzeit“ voller Neugier und Selbstvertrauen gibt Shubangi einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Album: „Es ist die erste von einer Reihe Singles in Richtung Soul, Funk, Jazz und Hip Hop, die im Laufe des Jahres über das Berliner Label ‚Springstoff’ erscheinen werden“, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Wie kam es zu dem Song „Jederzeit“? „Der Song hat für mich universellen Charakter, jeder kann die Chance ergreifen, seine Komfortzone zu verlassen, neugierig für neue Dinge zu sein, an sich zu wachsen“, sagt Shubangi: „Daraus entstehen neue und wichtige Begegnungen.“

Für die in Münster geborene Deutsch-Tamilin ist Musik seit frühster Kindheit wichtiger Wegbegleiter. „Musik ist für mich ein emotionaler Sport, besonders wenn ich Konzerte gebe, da gibt es einen Release an Energie und Glücksendorphinen. Musik ist auch für mich ein geiler Ausgleich.“ Shubangei Yogendra ist Lehrerin, an einer integrativen Sekundarschule. Ihre Fächer sind „Darstellen & Gestalten“, Englisch, Musik sowie Geschichte: „Die Schüler und die Entwicklung eines gesundes Selbstbewusstseins stehen im Mittelpunkt, nicht nur das Fachwissen.“ Und selbstverständlich ebenfalls die Musik, betont Shubangi: „Mit Musik kann man sehr gut Sprachen und Kulturgut auf intuitive Art und Weise vermitteln.“

Mittlerweile ist Shubangi nach Berlin gezogen. „Der Liebe wegen, zu meinem Mann, dem Rapper Azudem SK.“ Aber auch wie in ihrem Song „Jederzeit“, den sie während des Umzuges geschrieben hat, um etwas Neues auszuprobieren. „Münster kannte ich wie meine Westentasche. Ich hatte mal Lust, raus zu kommen.“ Und beide Städte würden auch von den gleichen Themen geprägt. „Subkulturen-Verlust und Wohnungsnot sind auch in Berlin bestimmend. Wie auch in Münster ist in Berlin ein Aufruf zu mehr gesellschaftlicher Partizipation zukunftsweisend.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7340776?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker