Ostergeschäft
Handel setzt auf saftige Rabatten und digitale Absatzwege

Münster -

Das Osterfest – und alles was dazu gehört – steht dieses Jahr im Zeichen der Corona-Krise. Für Schnäppchenjäger hat das aber auch etwas Gutes.

Freitag, 27.03.2020, 07:03 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 07:10 Uhr
Damit das Ostergeschäft nicht ausfällt, gibt es für Schokohasen & Co. jetzt schon saftige Rabatte – wie hier bei Hussel.
Damit das Ostergeschäft nicht ausfällt, gibt es für Schokohasen & Co. jetzt schon saftige Rabatte – wie hier bei Hussel. Foto: hö

Der Einzelhandel versucht, in dieser Krise auf allen Kanälen das Geschäft halbwegs in Gang zu halten. Beispiel Ludgeristraße: die sonst am stärksten frequentierte Einkaufsstraße in der Innenstadt. Hier klebt hinter jeder Fensterscheibe der freundliche Rat an die Kunden, entweder den Online-Shop zu besuchen, eine Telefonhotline zu wählen oder verschiedene Lieferdienste zu nutzen.

Beratung und Lieferung direkt zum Kunden bietet unter anderem die Stadtparfümerie Pieper, die zwischen 10 und 16 Uhr eine Telefonhotline geschaltet hat. Ein Angebot, das gut genutzt wird, resümiert Filialleiterin Margarete Mika. „In den vergangenen Tagen haben wir zehn bis zwölf Pakete am Tag gepackt.“ Produkte würden nicht nur für münsterische Kunden zusammengestellt. Die Sendungen bringe sie persönlich zur Post, so Mika.

Mit Abstand zu Hussel

Einige Häuser weiter warten an diesem Tag Kunden mit gebührendem Abstand auf Einlass bei Süßwaren Hussel. Dass sie den Laden noch öffnen dürfen, sei dem Angebot von Kaffee und Tee zur Grundversorgung zu verdanken, erklärt Filialleiterin Sabine Heimann. Mit ihrer Auszubildenden steht sie in einem Meer von Schokohasen und anderem österlichen Naschwerk. Zwischendurch stellt sie Pakete zusammen – Bestellungen über die Hotline: „Je nachdem, was welche Filiale gerade vorrätig hat“. Um das Ostergeschäft macht sich die Geschäftsfrau große Sorgen – weshalb schon zwei Wochen vor dem Fest überall Rabattschilder stehen. Besucher füllen dankbar ihre Einkaufskörbe. „Schließlich müssen wir den Einzelhandel vor Ort unterstützen“, sagt eine Kundin.

Zulauf bei der Fleischerei

Von Kundenmangel kann derweil in der Fleischerei Kortmanns auf der Sentruper Höhe keine Rede sein. „Es ist mehr los als sonst“, erklärt Monika Stegemann. Denn jetzt, da alle zu Hause sind und Imbisse geschlossen haben, „wird wieder selbst gekocht“.

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