Ordnungsamt kontrolliert im Stadtgebiet
Zahl der Coronavirus-Infizierten in Münster erneut gesunken

Münster -

Die Zahl der Menschen, die sich in Münster mit dem Coronavirus infiziert haben, ist am Mittwoch auf mehr als 500 gestiegen. Die gute Nachricht: Die Zahl der Menschen, die aktuell infiziert sind, ist den zweiten Tag in Folge gesunken.

Mittwoch, 01.04.2020, 16:50 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 17:04 Uhr
Ordnungsamt kontrolliert im Stadtgebiet: Zahl der Coronavirus-Infizierten in Münster erneut gesunken
Auch am Aasee kontrolliert das Ordnungsamt, ob das Kontaktverbot eingehalten wird. Foto: Helmut P. Etzkorn

Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle im Stadtgebiet ist auf 503 gestiegen. Davon sind 190 Patienten wieder gesundet, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. Bislang sind zwei mit dem Coronavirus infizierte Patienten in Münster verstorben (Stand: 1. April, 15 Uhr). Damit gelten aktuell 311 Personen im Stadtgebiet als infiziert.

Damit ist die Zahl der aktuell mit dem Virus infizierten Personen den zweiten Tag in Folge gesunken. Von einer Trendwende wollte im Krisenstab aber noch niemand sprechen. Eine sinkende Anzahl aktuell Infizierter ergibt sich dann, wenn es mehr tagesaktuelle Gesundmeldungen als Neuinfektionen gibt.

19 Patienten auf Intensivstationen

Mit Stand 1. April stellt sich die Situation in den Krankenhäusern der Stadt wie folgt dar: Insgesamt behandeln die Krankenhäuser derzeit 40 Corona-Patienten, davon 19 auf Intensivstationen. Aktuell müssen 8 Corona-Patienten beatmet werden. Am 1. April um 15 Uhr waren auf den Intensivstationen der Stadt 68 Betten frei.

Am Vortag (31. März) nahm der kommunale Ordnungsdienst in Münster 157 Kontrollen vor: Bei diesen Kontrollen wurden 27 Verstöße gegen die neuen Anti-Corona-Vorgaben festgestellt.

Maßnahmen der NRW-Landesregierung

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  • Die Bundesregierung und die Länder haben sich am Sonntag (22. März) auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 20. April.

    Foto: dpa
  • Schulen und Kitas geschlossen

    Bereits seit Montag (16.3.) sind die Schulen in NRW geschlossen. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen.

    Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter seit Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

    Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, gibt es besondere Betreuungsangebote.

    Foto: Caroline Seidel
  • Geschäfte und Läden werden geschlossen.

    In Nordrhein-Westfalen sind seit Mittwoch (18.3.) alle Geschäfte und Läden geschlossen, die nicht der täglichen Grundversorgung dienen. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Großmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Zeitschriftenhandel und Friseure zum Beispiel bleiben auf. Lebensmittel dürfen sonntags verkauft werden. Aber alle großen Supermarktketten wollen vorerst bei ihren Öffnungszeiten bleiben und nicht sonntags öffnen.

    Foto: dpa
  • Spielplätze

    Alle Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. "Bitte jetzt nicht auf irgendwelche Wiesen ausweichen", mahnte NRW-Familienminister Stamp.

    Foto: dpa
  • Gastronomie

    Restaurants,Bars, Cafés, Kneipen und Amüsier-Etablissements müssen ganz schließen. Nur Lieferung oder Abholung sind noch möglich.

    Foto: dpa
  • Tourismus

    Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Reisebusreisen sind verboten.

    Foto: dpa
  • ÖPNV wird eingeschränkt:

    Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. Bahn und Busse fahren vielerorts nur noch nach dem Ferien-Fahrplan. Es wird empfohlen, nur noch in dringenden Fällen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Fahrkarten-Kontrollen werden nicht mehr durchgeführt.

    Die Stadtwerke Münster bitten  alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Freizeit

    Per Erlass der Landesregierung sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, dazu gehören auch alle Konzerte oder Aufführungen.

    Kultureinrichtungen wie Ausstellungen und Kinos sind geschlossen. Auch Tier- und Freizeitparks müssen den Betrieb einstellen, gleiches gilt für Sportanlagen.

    Foto: Matthias Ahlke2
  • Sportbetrieb eingestellt

    Keine Spiele, kein Training. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nicht mehr öffnen. Der Sport in NRW steht komplett still.

    Foto: imago-images
  • Gottesdienste abgesagt:

    Es dürfen ab sofort keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Alle religiösen Veranstaltungen müssen bis auf Weiteres abgesagt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Sommersemester-Start an NRW-Hochschulen verschoben:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien, verschoben.

    Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Operationen verschieben:

    Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen wegen der Coronakrise auf absehbare Zeit verschoben werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

    Foto: Georg Wendt
  • Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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