Betrieb soll weiterlaufen
Justizzentrum wird saniert

Münster -

Jahrelang wurde geplant, jetzt soll es endlich losgehen: Das Justizzentrum wird saniert, die Arbeiten sollen noch in dieser Woche beginnen. Der Betrieb in den Gerichten soll während der Bauzeit weiterlaufen.

Donnerstag, 02.04.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 19:11 Uhr
Das Justizzentrum wird bis 2021 saniert. Betroffen sind die Gebäude von Land- und Amtsgericht sowie die Staatsanwaltschaft.
Das Justizzentrum wird bis 2021 saniert. Betroffen sind die Gebäude von Land- und Amtsgericht sowie die Staatsanwaltschaft. Foto: Matthias Ahlke

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) beginnt in dieser Woche mit umfassenden Sanierungsmaßnahmen am Justizzentrum. In den kommenden Jahren modernisiert der Landesbetrieb das Landgericht, das Amtsgericht und das Gebäude der Staatsanwaltschaft, heißt es in einer Pressemitteilung.

Sowohl im Land- als auch im Amtsgerichtsgebäude bringt der BLB den Brandschutz und die Elektroinstallationen auf den aktuellen Stand der Technik. Die beiden Gerichte erhalten zudem neue Raumlufttechnik und neue Bodenbeläge. Außerdem werden die Aufzüge erneuert. Am Landgerichtsgebäude stehen darüber hinaus eine Dachsanierung und eine Sanierung der Kantinenküche an.

2021 folgt die Staatsanwaltschaft

Die Arbeiten in den Gerichtsgebäuden sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Am Gebäude der Staatsanwaltschaft wird der BLB ab 2021 die Fenster und die Fassade erneuern. Da deren Fassade bislang nicht gedämmt ist, werden sich durch die Sanierung nach dem aktuellen Stand der Technik die Dämmwerte erheblich verbessern. Die Sanierungsarbeiten beginnen zunächst im Gebäude des Landgerichts am Stadtgraben. Die Arbeiten im Amtsgericht folgen.

Alle Baumaßnahmen an dem 1987 eröffneten Landgericht finden statt, ohne dass der Gerichtsbetrieb darunter merklich leidet, heißt es weiter. „Die Arbeitszeiten der Handwerker sind eng mit den Gerichten abgestimmt, sodass der Sitzungsbetrieb möglichst ungestört weitergeführt werden kann. So werden beispielsweise die lärmintensiven Arbeiten in die Abendstunden gelegt“, erläutert Markus Vieth, Technischer Leiter der Niederlassung Münster des BLB NRW.

Die Situation hat sogar etwas Positives: Der derzeit verringerte Sitzungsbetrieb hat zur Folge, dass die Auswirkungen der Bauarbeiten auf unsere Arbeit geringer sein werden.

Ulrich Schambert, Präsident des Landgerichts

Trotz der Corona-Pandemie beginnen die Arbeiten nun wie geplant. Um die Ansteckungsgefahr und eine Verbreitung bestmöglich zu reduzieren, werden die Bauarbeiter eine Reihe von baustellenspezifischen Hygieneregelungen befolgen. Darunter fallen Anweisungen zu Handhygiene und Mindestabstand.

Der Präsident des Landgerichts, Ulrich Schambert, ist laut Pressemitteilung froh, dass trotz der Coronakrise mit den Arbeiten begonnen werden kann: „Die Situation hat sogar etwas Positives: Der derzeit verringerte Sitzungsbetrieb hat zur Folge, dass die Auswirkungen der Bauarbeiten auf unsere Arbeit geringer sein werden.“

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