Solidarität in der Corona-Krise
Stadtbücherei kauft in lokalem Buchhandel ein

Münster -

Buchhandlungen haben es in der Corona-Krise genauso schwer wie der restliche Einzelhandel. Die Buchläden in Münster bekommen jetzt allerdings Unterstützung von der Stadtbücherei.

Freitag, 03.04.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 11:35 Uhr
Solidarität in der Corona-Krise: Stadtbücherei kauft in lokalem Buchhandel ein
Die Stadtbücherei solidarisiert sich in der Corona-Krise mit dem lokalen Buchhandel. Foto: Heiner Witte

Die Türen der Stadtbücherei Münster sind geschlossen, Publikumsverkehr gibt es wegen der Corona-Pandemie nicht. Aber Stillstand herrscht deshalb noch lange nicht. Dafür sorgt das Bücherei-Team, das sich hinter den Kulissen auch weiterhin um den Einkauf von  Büchern und Medien kümmert und aktuell den Buchetat der Stadtbücherei zu Gunsten des lokalen Buchhandels umschichtet.

"Es kann nur ein kleiner Beitrag sein, aber wir möchten uns solidarisch zeigen mit den engagierten Buchhändlerinnen und Buchhändlern vor Ort, die ihre Geschäfte schließen mussten und nun in ihrer Existenz bedroht sind", sagt Kulturdezernentin Cornelia Wilkens.

Qualität und Vielfalt

Der lokale Buchhandel steht für Qualität und Vielfalt. Davon ist auch Stefanie Dobberke, Leiterin der Stadtbücherei Münster, überzeugt: "Ich kann mir diese Stadt ohne Buchläden, besonders inhabergeführte Buchläden nicht vorstellen. Ihr Beitrag zum wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist von großer Bedeutung."

Deshalb bleibt auch unabhängig von Corona traditionell ein guter Teil des Buchetats der Stadtbücherei vor Ort. Ganz verzichten kann die Stadtbücherei im Normalbetrieb allerdings nicht auf Services externer Lieferanten. Bieten diese doch spezielle Dienstleistungen, Buchvorbesprechungen und notwendige Datenpakete an.

Maßnahmen der NRW-Landesregierung

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  • Die Bundesregierung und die Länder haben sich am Sonntag (22. März) auf weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geeinigt. Die Einschränkungen gelten zunächst bis zum 20. April.

    Foto: dpa
  • Schulen und Kitas geschlossen

    Bereits seit Montag (16.3.) sind die Schulen in NRW geschlossen. Die Lehrer blieben im Dienst, zur Vorbereitung von Abschlussarbeiten etwa oder um digitale Unterrichtsformen durchzuführen.

    Ebenso dürfen Kinder bis zum schulpflichtigen Alter seit Montag nicht mehr in Kitas gebracht werden. Kinder sollten nicht bei Großeltern untergebracht werden.

    Für die Kinder des Personals, das zur Bewältigung der Krise notwendig sei, gibt es besondere Betreuungsangebote.

    Foto: Caroline Seidel
  • Geschäfte und Läden werden geschlossen.

    In Nordrhein-Westfalen sind seit Mittwoch (18.3.) alle Geschäfte und Läden geschlossen, die nicht der täglichen Grundversorgung dienen. Supermärkte, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Baumärkte, Großmärkte, Lieferdienste, Apotheken, Zeitschriftenhandel und Friseure zum Beispiel bleiben auf. Lebensmittel dürfen sonntags verkauft werden. Aber alle großen Supermarktketten wollen vorerst bei ihren Öffnungszeiten bleiben und nicht sonntags öffnen.

    Foto: dpa
  • Spielplätze

    Alle Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt. "Bitte jetzt nicht auf irgendwelche Wiesen ausweichen", mahnte NRW-Familienminister Stamp.

    Foto: dpa
  • Gastronomie

    Restaurants,Bars, Cafés, Kneipen und Amüsier-Etablissements müssen ganz schließen. Nur Lieferung oder Abholung sind noch möglich.

    Foto: dpa
  • Tourismus

    Hotels dürfen keine Touristen mehr beherbergen. Reisebusreisen sind verboten.

    Foto: dpa
  • ÖPNV wird eingeschränkt:

    Der öffentliche Personennahverkehr in NRW wird wegen der Corona-Krise eingeschränkt. Bahn und Busse fahren vielerorts nur noch nach dem Ferien-Fahrplan. Es wird empfohlen, nur noch in dringenden Fällen den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Fahrkarten-Kontrollen werden nicht mehr durchgeführt.

    Die Stadtwerke Münster bitten  alle Fahrgäste, in den Stadtbussen bis auf Weiteres nur die hinteren Türen für den Ein- und Ausstieg zu nutzen. Die erste Tür direkt bei der Fahrerin oder beim Fahrer bleibt vorsorglich geschlossen, im Bus werden keine Tickets mehr verkauft.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Freizeit

    Per Erlass der Landesregierung sind Veranstaltungen grundsätzlich untersagt, dazu gehören auch alle Konzerte oder Aufführungen.

    Kultureinrichtungen wie Ausstellungen und Kinos sind geschlossen. Auch Tier- und Freizeitparks müssen den Betrieb einstellen, gleiches gilt für Sportanlagen.

    Foto: Matthias Ahlke2
  • Sportbetrieb eingestellt

    Keine Spiele, kein Training. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder dürfen nicht mehr öffnen. Der Sport in NRW steht komplett still.

    Foto: imago-images
  • Gottesdienste abgesagt:

    Es dürfen ab sofort keine Gottesdienste mehr abgehalten werden. Alle religiösen Veranstaltungen müssen bis auf Weiteres abgesagt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Sommersemester-Start an NRW-Hochschulen verschoben:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird auch der Start des Sommersemesters an den nordrhein-westfälischen Hochschulen vorerst bis zum 20. April, dem Ende der Osterferien, verschoben.

    Ursprünglich sollte das Sommersemester an den Fachhochschulen am 23. März und an den Universitäten am 6. April beginnen.

    Foto: Sebastian Gollnow
  • Operationen verschieben:

    Alle nicht zwingend nötigen Operationen in NRW sollen wegen der Coronakrise auf absehbare Zeit verschoben werden. Das sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). 

    Foto: Georg Wendt
  • Keine Besuche mehr in Pflege- und Altenheimen in NRW:

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus dürfen Alten- und Pflegeheime in NRW grundsätzlich nicht mehr besucht werden. Besuche seien nur in dringenden Ausnahmefällen möglich, sagte Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

    Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
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