Stadt informiert auch an den Feiertagen
Täglich bis zu 460 Anrufe bei der Corona-Hotline

Münster -

Die Telefone bei der Corona-Hotline der Stadt stehen kaum noch still. Bis zu 460 Anrufer wenden sich täglich mit ihren Fragen zum Coronavirus an die Mitarbeiter. Auch an den Osterfeiertagen bleibt die Hotline besetzt.

Dienstag, 07.04.2020, 12:08 Uhr aktualisiert: 07.04.2020, 18:33 Uhr
Stadt informiert auch an den Feiertagen: Täglich bis zu 460 Anrufe bei der Corona-Hotline
Abstand halten ist das Gebot der Stunde: Oberbürgermeister Markus Lewe bedankt sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Corona-Hotline für ihr wichtiges Engagement in schwierigen Zeiten. Foto: Presseamt Stadt Münster

Das Informationsbedürfnis ist groß: Mehr als 7000 Anrufer haben sich seit Anfang März mit ihren Fragen, Sorgen und Nöten an die städtische Corona-Hotline gewandt. An Spitzentagen klingeln die Telefone bis zu 460 Mal. Häufige Themen sind laut einer städtischen Mitteilung das richtige Verhalten in der Quarantäne, notwendige Hygienemaßnahmen sowie der Umgang mit Kontaktpersonen und Risikogruppen in der Familie, im Beruf, im Freundeskreis.

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hotline geben Orientierung durch persönliche Beratung - empathisch und informativ", sagt Oberbürgermeister Markus Lewe. "Eine Aufgabe, die in dieser manchmal unübersichtlich erscheinenden Zeit besonders wichtig ist. Wer gut informiert ist, aktuelle Entwicklungen einordnen kann und praktische Handlungsempfehlungen kennt, der kann sich umsichtig und achtsam verhalten."

32 Mitarbeiter im Zwei-Schichten-Betrieb

Mit acht Mitarbeitern ist die Hotline gestartet. Inzwischen gehören 32 Personen aus verschiedenen Bereichen der Stadtverwaltung zum Team, sie bedienen 16 Leitungen im Zwei-Schichten-Betrieb. "Die Belastung ist groß", sagt Jürgen Kupferschmidt, Leiter des Amtes für Bürger- und Ratsservice, das die Hotline koordiniert.

Die Info-Hotline der Stadt

Die Corona-Hotline der Stadt Münster ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis16 Uhr unter der Rufnummer 02 51/4 92-10 77 erreichbar.

Das Team der Hotline informiert und berät auch an den Osterfeiertagen: Karfreitag von 9 bis 12 Uhr, Ostersamstag von 9 bis 16 Uhr und Ostermontag von 9 bis 12 Uhr.

Für alle, die lieber schreiben als telefonieren, oder für den Fall, dass die Telefon-Hotline belegt ist, gibt es die E-Mail-Adresse corona@stadt-muenster.de. 

Alle Infos zum Coronavirus gibt es zudem auch online: www.muenster.de/corona .

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"Oft führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hotline sehr lange Gespräche mit Menschen, die sich um ihre Liebsten sorgen, die Arbeitslosigkeit fürchten oder schwierige familiäre Situationen schildern. Auf der anderen Seite gibt es aber auch viele Menschen, die Hilfe und Unterstützung anbieten. "  

Direkter Draht zu Gesundheits- und Sozialamt

Auf den Dienst am Telefon bereiten sich die Hotline-Mitarbeiter intensiv vor und eignen sich ein breites Wissen zu verschiedenen Aspekten der Corona-Krise an. Sie kennen die wesentlichen Inhalte der Erlasse, Rechtsverordnungen und Verfügungen zum Thema Corona, sind über die Entscheidungen des Krisenstabes der Stadt Münster informiert und haben einen Überblick über Beratungs-und Hilfsangebote. Medizinische Fachfragen werden an das Back Office beim Gesundheitsamt weitergegeben.

Ein direkter Draht existiert auch zum Sozialamt, Schulamt, Ordnungsamt, Jugendamt, Jobcenter, zur Wirtschaftsförderung und zur Kassenärztlichen Vereinigung. Können Fragen nicht direkt beantwortet werden, gibt es einen Rückruf. Auch Termine im Therapiezentrum Uppenbergschule und im Diagnosezentrum an der Halle Münsterland werden an der Hotline vergeben.

Die wichtigsten Infos zum Coronavirus

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  • Immer mehr neue Fälle und Nachrichten rund um das neue Coronavirus Sars-CoV-2 - auch in Deutschland. Doch woran erkenne ich eine Infektion? Und was mache ich dann?

    Foto: dpa (Symbolbild)
  • Woran erkenne ich eine Infektion?

    Die Symptome der von dem Virus verursachten Erkrankung Covid-19 (für Corona virus disease 2019) sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall. Damit ist es für Laien unmöglich, die Krankheit von der regulären Grippe oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden, erklärt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen. Bei einem schwereren Verlauf sind Atemprobleme oder eine Lungenentzündung möglich.

    Foto: dpa
  • Wie gefährlich ist Covid-19?

    Die Krankheitsverläufe variieren laut Robert-Koch-Institut stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO verläuft die Krankheit gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen mild. Insgesamt erkrankt nach WHO-Angaben etwa jeder fünfte Infizierte so schwer, dass er im Krankhaus behandelt werden müsse.

    Foto: dpa (Symbolbild)
  • Wie wird das Virus übertragen?

    Das neue Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

    Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. Die Viren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. 

    Foto: Alissa Eckert (dpa)
  • Wie lange dauert die Inkubationszeit?

    Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung mit den Viren bis zum Ausbruch der Krankheit, kann nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts bis zu 14 Tage betragen. Im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage.

    Foto: dpa
  • Welche Verhaltensregeln gibt es?

    Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges   Gesundheitsamt  wenden. Ansonsten gilt: Hände waschen und Abstand halten. Die seit dem 23. März bundesweit geltenden Verordnungen sehen unter anderem vor, dass sich in der Öffentlichkeit niemand in größeren Gruppen als zwei Personen aufhalten darf. Das Haus darf zum Beispiel nur für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder für Spaziergänge (oder Joggen) verlassen werden.

    Personen, die sich in einem  vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet  aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

    Foto: dpa
  • Wenn Sie Symptome feststellen... 

    Betroffene sollten vor dem Gang zur Haus- oder Kinderarztpraxis unbedingt dort anrufen. Am Telefon wird das weitere Vorgehen und tatsächliche Risiko beraten. Möglich ist ein Selbsttest (Abstrich) daheim, wenn der Mediziner eine entsprechende Veranlassung sieht.

    Wer einen begründeten Verdacht hat, mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein, sollte Kontakte meiden und zu Hause bleiben - wie auch bei der Grippe.

    Foto: dpa
  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte man ergreifen?

    Wichtig außerdem, und zwar für alle: Gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife. Zudem sollten die Hände vom eigenen Gesicht ferngehalten und aufs Händeschütteln verzichtet werden. Wichtig auch: Richtiges Husten und Niesen - in ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge also. Geschlossene Räume sollte man regelmäßig lüften.

    Foto: dpa
  • Brauche ich Atemmasken und Desinfektionsmittel?

    Atemmasken sind für gesunde Menschen nicht vorgeschrieben. Allerdings gibt es zurzeit eine Debatte, ob sie nicht doch hilfreich sind, das Virus von einer Verbreitung abzuhalten. Die Stadt Jena in Thüringen hat sie inzwischen vorgeschrieben.

    Foto: dpa
  • Noch Fragen?

    Das Robert-Koch-Institut hat eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.

    Weitere Informationen gibt es hier:

    Hotline der Stadt Münster: 0251/4921077 (Mo-Mi 8-17, Do 8-18, Fr 8-12)

    Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung: 116117

    Hotline der Bezirksregierung für Schulfragen: 0251/4114198 (Mo-Fr 8-16)

    Bürgertelefon des NRW-Gesundheitsministeriums 0211/8554774 (Mo-Fr 8-18 Uhr)

    Hotline des Bundesministerium für Gesundheit: 0800/0117722 (Mo-Do 8-18, Fr 8-12; unabhängige Patientenberatung)

    Foto: dpa
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