Schlaun-Wettbewerb
Corona-Pandemie bringt Zeitplan durcheinander

Münster -

Ausgerechnet jetzt, da sich besonders viele Studierende beworben haben, bringt die Corona-Krise die Abläufe beim Schlaun-Ideenwettbewerb durcheinander. Im Fokus steht dieses Jahr der ehemalige Stückgutbahnhof mit den angrenzenden Bereichen des Südviertels.

Freitag, 17.04.2020, 22:00 Uhr
Schlaun-Wettbewerb: Corona-Pandemie bringt Zeitplan durcheinander
Beim Schlaun-Wettbewerb soll es unter anderem um den Alten Güterbahnhof gehen. Foto: Oliver Werner (Archiv)

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch beim Schlaun-Wettbewerb aus. Welche Ideen „Münster Bahnstadt Süd“ zukunftsweisende profilieren und zu einem zeitgemäßen innerstädtischen Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum entwickeln könnten, bleibt auf ungewisse Zeit unklar.

Ausgerechnet in diesem Jahr hatten sich von 37 Hochschulen besonders viele Studierende – von Cottbus bis Aachen, von Hamburg bis München, sogar aus Cambridge und Rapperswil (Schweiz) gemeldet, heißt es in einer Pressemitteilung. Abgegeben wurden im Fachbereich Städtebau 87 Arbeiten, im Fachbereich Architektur 55 Entwürfe und im Bauingenieurwesen drei Arbeiten. „Wir freuen uns, dass wir offensichtlich eine spannende Herausforderung für unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen gefunden haben, und dass wir mit dieser schwierigen Aufgaben ein so großes Interesse geweckt haben“, so Dr.-Ing. Wolfgang Echelmeyer, Sprecher des Schlaun Forums.

Neunter Schlaun-Wettbewerb

Der neunte Schlaun-Ideenwettbewerb befasst sich in diesem Jahr mit einer innerstädtischen Fläche, beginnend am Hauptbahnhof in südlicher Richtung. Kernpunkt des Planungsgebietes ist der ehemalige Stückgutbahnhof mit den angrenzenden Bereichen des Südviertels. Ziel des Wettbewerbs ist es, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlich nutzbaren Freiräumen und einer städtisch geprägten Bebauung zu schaffen. Das Wettbewerbsgebiet solle sich zukunftsweisend profilieren und zu einem zeitgemäßen innerstädtischem Wohn-, Lebens- und Arbeitsraum entwickeln, heißt es.

Alle Teilnehmer mussten neben den Plänen ihre Entwürfe zum Glück auch digital abgeben. In einem Intranet konnten sie daher von 27 Ehrenamtlichen auf Vollständigkeit überprüft werden. Das Preisgericht wird aus „viralen Gründen“ bis auf unbestimmte Zeit verschoben, ebenso die Ausstellungseröffnung im Gebäude der LVM und das Schlaun-Fest im Erbdrostenhof. Das sei eine traurige Situation für die Studierenden, es könne noch lange dauern, bis sie erfahren, ob sie einen Preis gewonnen haben.

Der Schlaun-Ideenwettbewerb wird seit 2011 jährlich ausgelobt.

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