Jedes Handy hilft
Recyceln für den Artenschutz

Wer hat nicht noch eines in der Schublade? Ein ausgedientes Smartphone. Wichtig ist jedoch, das alte Geräte fachgerecht zu entsorgen. Wer das im Allwetterzoo tut, unterstützt damit sogar noch den Artenschutz.

Samstag, 02.05.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 02.05.2020, 14:54 Uhr
Jedes Handy hilft: Recyceln für den Artenschutz
Der Lebensraum der Flachlandgorilla wird für den Abbau von Coltan zerstört. Foto: Allwetterzoo Münster

Die vergangenen Wochen haben viele Menschen genutzt, um einmal so richtig aufzuräumen. Dabei haben nicht wenige auch alte elektronische Geräte gefunden, die schon seit mehreren Monaten in den Schubladen liegen und nicht mehr genutzt werden.

Dazu zählen insbesondere viele Mobiltelefone und Smartphones. Doch statt diese Zeitzeugen einer immer schneller werden mobilen Kommunikationstechnologie auf den Wertstoffhof zu bringen, können die alten Handys auch beim nächsten Besuch des Allwetterzoo Münsters mitgenommen und entsorgt werden.

Zerstörung von Lebensräumen

Mobile Hightech-Kommunikation in der EU und Artenschutz in den entlegensten Winkeln unserer Erde, jenseits der Zivilisation wie Europäer sie kennen? Ja, hier gibt es einen Zusammenhang. Einen gravierenden sogar.

Denn das menschliche Konsum- und Nutzungsverhalten von Mobiltelefonen und Co hat direkte Auswirkungen für die Tier und Pflanzenwelt in verschiedenen Winkeln und Ländern der Erde. So werden für den Abbau von seltenen Erden und anderen Rohstoffen, die für den Bau von Mobiltelefonen notwendig sind, ganze Landstriche und damit Lebensräume zerstört.

Es wurden bereits mehrere tausend Handys gesammelt und recycelt.

Kurator Marcel Alaze

Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, ist es wichtig, dass alte und ausrangierte Mobiltelefon fachgerecht entsorgt und somit am Ende in ihre Bestandteile zerlegt werden können. Deswegen hat der Allwetterzoo seit 2007 eine „Handy-Sammel-Station“.

„Die Box zur Entsorgung ausgedienter Geräte steht im Eingangsbereich und es wurden bereits mehrere tausend Handys gesammelt und recycelt“, so Kurator Marcel Alaze. „Seit 2017 arbeitet der Allwetterzoo Münster mit der AfB-Group aus Düren in diesem Bereich zusammen.“ Das Unternehmen engagiert sich nicht nur mit uns zusammen für den Artenschutz, sondern auch sozial, denn AfB steht für „Arbeit für Menschen mit Behinderung“.

Gewinne für die Artenschutzaktivitäten

Die Firma hat sich darauf spezialisiert, ausgemusterte IT- und Mobilgeräte von Unternehmen, Versicherungen, Banken und öffentlichen Einrichtungen zu übernehmen und dabei so viele Geräte wie möglich wieder zu vermarkten.

Die AfB-Group zahlt dem Allwetterzoo 3,50 Euro pro Gerät das wiedervermarktet, und 0,40 Euro für jedes Mobilgerät das recycelt wird. Die Gewinne verwendet der Zoo für seine Artenschutzaktivitäten in Münster sowie auch in Kambodscha, wo das ACCB liegt, eine Artenschutzeinrichtung, die zu 100 Prozent dem Allwetterzoo Münster gehört.

In jedem Fall helfen die Handys aus Münster nicht nur den Artenschutzbemühungen des Zoos, sondern auch dem Überleben der Gorillas in Afrika.

Kurator Marcel Alaze

Die AfB-Group verwertet nicht nur einzelne Bestandteile ausgedienter Mobiltelefone, sondern sammelt wiedereinsatzfähige Geräte auch zur weiteren Benutzung. „In jedem Fall helfen die Handys aus Münster nicht nur den Artenschutzbemühungen des Zoos, sondern auch dem Überleben der Gorillas in Afrika“, wirbt der Kurator für das Spenden alter Handys. Denn jedes Mobiltelefon enthält neben Rohstoffen wie Gold oder Aluminium und Schadstoffen wie Arsen oder Blei auch das seltene und teure Metall Tantal, das aus dem Erz Coltan gewonnen wird.

Rund 80 Prozent der weltweiten Coltan-Vorkommen liegen in der Demokratischen Republik Kongo und damit im Lebensraum der Östlichen Flachlandgorillas. „Durch illegalen Abbau und kriegerisch geführte Auseinandersetzungen um das wertvolle Erz sind die Gorillas und alle anderen Tiere und Pflanzen in dieser biologisch sehr bedeutsamen Region in ihrem Bestand höchst bedroht. Diese Tatsache sollte sich jeder bewusst machen, der ein neues Handy erwirbt“, sagt Alaze weiter.

Region ist stark umkämpft

Wie ernst und umkämpft die Region mit ihren Bodenschätzen ist, machte vor wenigen Tagen auch die traurige Mitteilung aus dem Kongo deutlich. Bei einem Angriff auf einen Konvoi nahe dem Virunga-Nationalpark im Kongo sind Ende April zwölf Ranger und fünf weitere Menschen getötet worden.

Die Ranger waren dort zum Schutz der letzten noch in freier Wildbahn lebenden Berggorillas eingesetzt. Die Tat ist in der Nähe der Parkverwaltungszentrale in Rumangabo verübt worden. Neben den Todesopfern gab es mehrere Verletzte. Wie diverse Nachrichtenagenturen mitteilen, vermuten die örtlichen Behörden, dass die Angreifer aus den Reihen der Rebellenorganisation FDLR (Forces Démocratiques de Libération du Rwanda – Demokratische Kräfte zur Befreiung Ruandas) stammten.

Dezimierung der Gorillabestände

Der Virunga-Nationalpark an der Grenze zu Uganda und Ruanda ist weltweit vor allem für seine dort lebenden Berggorillas bekannt, die nur in dieser Region leben. Der Park und seine Ranger werden dabei immer wieder durch Milizen und Wilderer bedroht. Im Ost-Kongo sind mehrere Milizen aktiv, denen es vor allem um die Kontrolle der wertvollen Bodenschätze geht.

Gorillas werden aber auch durch Viehhirten, Holzfäller, Gras- und Honigsammler, Wasserholer, Schmuggler sowie Wilderer in ihrem Lebensraum gestört und eingeschränkt. Letztere tragen zudem aktiv zur Dezimierung der Gorillabestände bei. Wilderer legen Schlingen aus, um Ducker (kleine Antilopen) zu fangen, doch in diese Fallen geraten auch Gorillas. Oft können sie die Schlinge nicht entfernen und verlieren die Hand oder den Fuß oder sterben durch Wundbrand. In einigen Regionen werden Gorillas auch direkt zum Verzehr bejagt, auch wenn dies gesetzlich verboten ist.

Spende kommt bedrohten Tieren zugute

Deswegen beim nächsten Besuch im Allwetterzoo Münster nicht vergessen, die alten Handys mitzubringen und in die entsprechende Sammelbox zu werfen. „Auch Firmen, Schulklassen oder Vereine können gerne Handys sammeln und diese gebündelt bei uns abgeben  –  die vereinbarte Spende kommt auf jeden Fall unseren Artenschutzprojekten und damit bedrohten Tieren zugute“,  wirbt Marcel Alaze.

Streifzug durch den Allwetterzoo

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  • Ameisenbär männlich

    Der Große Ameisenbär lebt in den Wäldern, Sumpf- und Graslandschaften Mittel- und Südamerikas. Er ist mit einer Kopf-Rumpflänge von bis zu 130 Zentimetern, einer Schwanzlänge von 65 bis 90 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 40 Kilogramm der größte Vertreter der Ameisenbären.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Clownfisch

    Anemonenfische, auch bekannt als Clownfische, sind eine Unterfamilie der Riffbarsche, die in enger Symbiose mit See-Anemonen leben. Dabei bevorzugen die einzelnen Arten das Zusammenleben mit ganz bestimmten Arten von Anemonen. Die Symbiose ist ideal: Die Anemonen bieten den Fischen, die allesamt schlechte Schwimmer sind, Schutz vor Raubfischen. Auch die Anemonenfische schützen ihre Symbiosepartner vor Feinden. Anemonen, deren Fischpartner weggefangen wurden, werden bald von Falter- oder Feilenfischen gefressen.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Erdmännchen Wächter

    Erdmännchen stammen aus Süd- und Südwestafrika und bewohnen aus­schließ­lich offene Trockengebiete und Savannen. Ihren Namen verdanken sie einer typischen Verhaltensweise, dem „Sichern“. Hierzu stellt sich ein Tier auf die Hinterfüße - es macht „Männchen“. Mit seinen leistungsfähigen Augen beobachtet das Erdmännchen die Umgebung und warnt bei Gefahr seine Artgenossen durch schrille Rufe.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Fossa

    Seit Oktober lebt im Allwetterzoo eine neue Tierart, die sowohl Merkmale von Katzen, Mangusten sowie Schleichkatzen hat: die Fossa. Dabei handelt es sich um das in seiner Heimat Madagaskars größte Landraubtier. Die Fossa ist auf intakte Wälder angewiesen. Wegen der fortschreitenden Zerstörung der Wälder auf Madagaskar und der Verfolgung durch den Menschen nehmen die Bestände laufend ab.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Gelbbrustkapuziner

    Die Gelbbrust-Kapuziner haben von allen Neuweltaffen das am weitesten entwickelte Gehirn, woraus ein hoher Intelligenzgrad resultiert. In ihren geistigen Leistungen übertreffen sie alle anderen südamerikanischen Affen. Der Gelbbrust-Kapuziner zählt im Gegensatz zu anderen Kapuziner-Arten zu den 25 weltweit am stärksten bedrohten Primatenarten. Der Hauptgrund für die Gefährdung dieser Unterart liegt in der großflächigen Zerstörung ihres Lebensraums im östlichen Brasilien.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Gepard

    Geparde waren einst weit über den Afrikanischen Kontinent und Teile Asiens verbreitet. Heute existieren nur noch Restbestände in süd- und ostafrikanischen Schutzgebieten sowie südlich des Kaspischen Meeres. Im Allwetterzoo wurden zuletzt im August 2020 vier Jungtiere geboren.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Geparde Jungtiere

    Geparde sind stark von der Ausrottung bedroht und die Zucht in Zoos ist sehr schwierig. Umso mehr freute sich der Allwetterzoo, als am 18 August, vier gesunde kleinen Geparden Welpen zu sehen waren. Mittlerweile ist der Nachwuchs flügge und tobt und tollt mit Mutter Isantya über die Außenanalgen des Allwetterzoos.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Gila

    Das giftigste Tier im Allwetterzoo und gleichzeitig eines, das einen großen medizinischen Beitrag geleistet hat. Die Gila-Krustenechse erzeugt ihr Gift in ihren Unterkieferdrüsen. Tödlich ist das Toxin für gesunde Menschen nicht, aber sehr schmerzhaft. In den 90ern fand man in dem Gift eine Eiweißverbindung, Exendin-4, diese wird bis heute in der Diabetes Therapie eingesetzt.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Giraffe

    „Steppengiraffen“, wie die Netzgiraffen im Allwetterzoo, sind die längsten Tiere der Erde. Eine männliche Netz­giraffe kann eine Schei­telhöhe bis zu 5,80 m erreichen. „Waldgiraffen“, die Okapis, werden hingegen nur 170 cm groß. Bei einem verhältnismäßig kurzen Rumpf haben Netzgiraffen lange Gliedmaßen, ihre Vorderbeine sind länger als die Hinter­beine. Zum Trinken müssen Giraffen deshalb die Vorderbeine sehr weit auseinandergrätschen, um mit dem Kopf den Boden zu erreichen. Giraffen können Geschwindigkeiten von 50 bis 60 km/h erreichen.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Gnu

    Streifengnus sind große, kräftig gebaute Antilopen. Ihre Widerristhöhe beträgt bis zu 140 Zentimeter und sie können ein Gewicht von 250 Kilogramm erreichen. Der stattliche, schmale Kopf hat eine breite Schnauze mit schlitzförmigen Nasenlöchern, die von einer Hautfalte bedeckt werden.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Goliath Spinne

    Das ist Hildegard – wie sie die Zootierpfleger liebevoll nennen. Sie ist eine Goliath-Vogelspinne und lebt im Aquarium des Allwetterzoos. Das Tier ist dabei in mehrerlei Hinsicht etwas ganz besonderes – ist die Goliath-Spinne doch nicht ohne Grund ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden. Es handelt sich hier nämlich um die größte aller lebenden Vogelspinnen. Ausgewachsen hat sie bis zu zwölf Zentimeter Körperlänge und eine Beinspannlänge von bis zu 30 Zentimeter. Ihre Beißklauen erreichen eine Länge von rund 2,5 Zentimeter.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Gorilla

    Die Gorillas sind die schwersten und größten aller Affenarten. Ihre nächsten Verwandten, zu denen neben Schimpansen und Orang-Utans auch wir Menschen gehören, sind dagegen deutlich leichter.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Josy beim fressen

    Malaienbären leben in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Sie gehören zur Familie der Großbären, also mit zu den größten Landraubtieren der Erde. Jedoch ist der ausgewachsene Malaienbär mit bis zu 1,50 Meter Länge und bis zu 65 Kilogramm Körpergewicht der kleinste Vertreter der Großbären. 

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Katta

    Der Katta, auch Katzenmaki genannt, ist ein grau-weiß gefärbter Halbaffe (Lemur) mit einer auffälligen Gesichts­maske. Typisch für ihn ist der schwarz-weiß quergeringelte Schwanz. Die Lemuren, eine Halbaffengruppe, bewohnen die Insel Madagaskar östlich von Afrika. Ursprünglich lebten sie in ganz Afrika, Europa und Nordamerika, hier sind sie jedoch restlos ausgestorben. Allein auf Madagaskar hielten sich diese Halbaffen bis auf den heutigen Tag.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Kea

    Keas sind recht urtümliche Papageien. Sie kommen im Gebirge auf der Südinsel Neuseelands bis in 2.000 m Höhe vor und überleben selbst kalte, schneereiche Winter ohne große Probleme. In ihrer Heimat gelten die Keas zudem als lästige Quälgeister, die den Touristen alles stehlen, was nicht sorgfältig und Kea-sicher installiert ist. Vom Butterbrot über den Rucksack bis hin zum Auto - es gibt nichts, was der Neugier der Keas auf Dauer standhält!

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Leopard

    Leoparden sind sehr anpassungsfähig und kommen in fast allen Lebensräumen Afrikas und Asiens vor. In Münster leben zwei Persische Leoparden. Der Allwetterzoo arbeitet hier besonders eng mit dem WWF Deutschland zusammen, um das Überleben dieser Großkatzen zu sichern. 

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Löwe

    Löwen bewohnen offene Steppen, lichte Trockenwälder und steinige Halbwüsten bis zu einer Höhe von 3500 Meter. Sie kommen vorwiegend in Afrika, südlich der Sahara, sowie mit nur noch sehr wenigen bedrohten Exemplaten in Vorderindien vor. Anders als ein Tiger meidet der Löwe dichte Wälder.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Löwenkopfaffe

    Löwenäffchen kommen nur in Mittel- und Südamerika vor. Ihr Verbreitungs­gebiet ist an der Südostküste Brasiliens auf winzige Regenwaldreste zusammen­geschmolzen. Sie zählen zu den am stärksten von der Ausrottung bedrohten Säugetierarten der Welt. Durch ein Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufenes Erhaltungszuchtprogramm konnten Zoos das Überleben dieser Affen in Menschenobhut sichern.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Mandi

    Der Name Orang-Utan bedeutet im Malaiischen „Waldmensch“ und entstammt dem Glauben der einheimischen Bevölkerung. Auf Borneo und Sumatra geht man davon aus, dass die Affen früher Menschen waren und auch sprechen konnten. Würden sie diese Fähigkeit wirklich haben, würden sie uns Menschen wahrscheinlich sagen, dass wir aufhören sollen ihren Lebensraum für industrielle Palm-Öl-Plantagen zu zerstören.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Nashorn

    Da Nashörner vom Aussterben bedroht sind, kommt der Zucht in Zoos in eine große Bedeutung zu. Allerdings ist die Zucht dieser hoch bedrohten Tiere sehr anspruchsvoll.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Otter

    Der Asiatische Zwergotter, die kleinste Otterart, wir wegen ihre kurzen Krallen an den Fingern auch als Kurzkrallenotter bezeichnet. Im Allwetterzoo Münster leben die quirligen Tiere in einer Wohngemeinschaft mit den Orang-Utans.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Pelikan

    Pelikane gehören zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Der Krauskopfpelikan ist der größte Vertreter seiner Familie. Er kann eine Flügelspannweite von 3,5 Metern erreichen und wird bis zu 13 Kg schwer. Sein auffälligstes Körpermerkmal ist sein mächtiger Schnabel, mit dem er seine Hauptnahrung, die Fische, perfekt aus dem Wasser schöpfen kann: Schwim­mend stößt er von Zeit zu Zeit unvermittelt mit seinem Kopf ins Wasser und fängt die Fische in seinem stark dehnbaren „Beutel“.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Querzahnmolch

    In seinem natürlichen Lebensraum, dem Pátzcuarosee, ist der Querzahnmolch nahezu ausgestorben. Der Allwetterzoo Münster ist einer von insgesamt vier Deutschen Zoos, die sich aktiv um die Nachzucht dieser besonderen Tiere bemühen.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Rotluchs

    Die aus Amerika stammende Kleinkatze wird aufgrund ihres kurzen Schwanzes im natürlichen Verbreitungsgebiet auch als „Bobcat“ bezeichnet. Insgesamt gibt es weltweit vier verschiedene Luchsarten wovon der Rotluchs kleiner als die drei andern ist. Kanadischer Luchs, Europäischer Luchs und Pardelluchs sind im Gegensatz zu Rotluchs der mit max. 14 Kilo und mit höchstens 40 Zentimetern Schulterhöhe meist leichter und kleiner ist.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Stummelschwanzchamäleon

    Die Wissenschaft nennt sie „Rieppeleon brevicaudatus“. Einen wirklichen deutschen Namen gibt es für die kleinen Chamäleons, die der Gruppe der Stummelschwanz-Chamäleons angehören, aber nicht. Die Chamäleons sind nicht nur spannend zu beobachten, sie legen auch eine interessante Verhaltensweise an den Tag: ein hochfrequentes Vibrieren des Körpers bei Gefahr. Vermutlich dient es der Abschreckung von Beutegreifern. Aber auch zur innerartlichen Kommunikation könnten die Tiere dieses Verhalten an den Tag legen. Denn die Vibrationen übertragen sich im dünnen Geäst und signalisieren damit ihren Artgenossen ihre Anwesenheit.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Tentakel Schluckspecht

    Zu übersehen ist der Bewohner im Aquarium nun wirklich nicht. Sein Aussehen und seine Farbgebung wecken eher Neugierde und sorgen für begeisternde Blicke. Ganz anders sein Name. Über den kann man dann doch sehr schnell stolpern. Die Rede ist vom Tentakel-Schluckspecht. Anders als der Name es vermuten lässt, handelt es sich hier aber  nicht um einen trinkwütigen Vogel. Es handelt sich stattdessen um einen besonders charakteristischen Fisch, der bevorzugt in Korallenriffe mit sandigem oder geröllartigem Untergrund lebt, die sich in einer Tiefe bis höchstens 30 Meter befinden.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Tiger

    Die Sibirischen Tiger, auch Amurtiger genannt, sind die größten heute noch lebenden Katzen. Ausgewachsene Männchen können bis zu 300 kg wiegen.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Vari

    Varis zählen zu den Lemuren. Sie kommen nur auf Madagaskar vor. Dort sind die Halbaffen vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraumes Regenwald von der Ausrottung bedroht.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Wasserbock

    Der Defassa-Wasserbock ist in den Grassavannen und Wäldern südlich der Sahara beheimatet. Sein Vorkommen ist, wie sein Name verrät, eng ans Wasser gebunden. Man erkennt ihn an seinem langen, strähnigen Fell und dem imponierenden Gehörn des Männchens.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Wolf

    Die derzeitige Wolfs-Gruppe im Allwetterzoo besteht aus drei männlichen Timberwölfen, die seit Oktober 2015 hier leben. Zwei der Tiere kommen aus Mulhouse im Elsass, das dritte Männchen aus dem Tierpark Saerbeck. Die helleren „Franzosen“ heißen „Legolas“ und „Gandalf“, der dunklere Münsterländer „Gimli“. Timberwölfe sind eine Unterart der Wölfe, deren Fellfarbe von weiß bis schwarz variieren kann.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Yak

    Der Hausyak ist die domestizierte Form des gefährdeten Wildyaks. Seine Domestikation begann wohl vor etwa 4500 Jahren, was aber nicht sehr sicher ist. Er hat eine große wirtschaftliche Bedeutung in Zentralasien und wird zunehmend auch von Landwirten in Mitteleuropa gehalten.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Buntleguane

    Der Buntleguan wird auch als Falsches Chamäleon bezeichnet. Er lebt in den Baumkronen südamerikanischer Regenwälder. Die Färbung dieser Echsen ist individuell variabel und dabei stimmungs- und aktivitätsabhängig. Mit ihren gegenüberstellbaren Greifzehen hat sich die Art an das Leben im dünnen Geäst angepasst und erinnert auch in anderen Merkmalen, etwa der Färbung und den vorsichtigen, langsamen Bewegungen, an die altweltlichen Chamäleons.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Elefanten

    Ein Asiatischer Elefant, wie ihn das Logo des Allwetterzoos zeigt, gehört zu den schwersten Landtieren der Welt. Mit einem Gewicht von bis zu 5 Tonnen und einer Schulterhöhe von bis zu 3,5 Meter wird der Asiatische Elefant nur noch vom Afrikanischen Elefanten mit einem Gewicht von 4 bis 6,5 Tonnen und einer maximalen Höhe von 4 Metern übertroffen.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Faultiere

    Faultiere hängen überwiegend mit nach unten gekehrtem Rücken im Geäst des Tropischen Regenwaldes und bewegen sich, wenn überhaupt, nur langsam hangelnd fort. Am Boden laufen sie sehr unbeholfen – schwimmen können sie hingegen sehr gut und können auch größere Distanzen problemlos überbrücken.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Seepferdchen

    Seepferdchen sind Fische – und haben nichts mit den Pferden auf den Münsterländer Koppeln gemeinsam. Bei diesen besonderen Tieren sind die Männchen für die Brutpflege zuständig und kümmern sich fürsorglich um den Nachwuchs. 

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Zwergmanguste

    Zwergmangusten sind wie der Name schon sagt, die kleinsten Vertreter aus der Familie der Mangusten zu denen zum Beispiel auch die Erdmännchen gehören. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 17 bis 23 Zentimetern und einem Maximalgewicht von 400 Gramm ist die südliche Zwergmanguste ein echter Zwerg der es aber faustdick hinter den Ohren hat. Sie ernähren sich hauptsächlich von Insekten und anderen Wirbellosen, machen aber auch nicht halt vor kleinen Säugetieren, Reptilien und Vögel.

    Foto: Allwetterzoo Münster
  • Zwergseidenaffe

    Zwergseidenäffchen zählen zu den kleinsten Affen, die es auf der Welt gibt. Sie wiegen nur rund 130 Gramm. Dabei können sie unglaubliche fünf Meter weit springen. Überträgt man dieses Sprungtalent auf die Größe von uns Menschen, könnten wir Sprünge mit einer Weite von über 60 Metern machen. Zwergseidenäffchen besitzen ein dichtes, seidiges Fell, das den Kopf wie eine Mähne umschließt und ihre kleinen Ohren überdeckt.

    Foto: Allwetterzoo Münster
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