Weniger Einbrüche, weniger häusliche Gewalt
Corona-Krise bremst Straftäter aus

Münster -

Die Corona-Pandemie hat in Münster einen positiven Effekt: Die Zahl der Straftaten war im April deutlich niedriger als im Vorjahr. Es gab unter anderem weniger Wohnungseinbrüche.

Freitag, 08.05.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 18:45 Uhr
Weniger Einbrüche, weniger häusliche Gewalt: Corona-Krise bremst Straftäter aus
Foto: dpa (Symbolbild)

Im April hat es in Münster deutlich weniger Straftaten gegeben als in den Vorjahren. Dies teilte jetzt die münsterische Polizei auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Unter anderem verringerte sich in Zeiten der Corona-Pandemie die Zahl der Wohnungseinbrüche. Im April 2018 wurde in Münster in 47 Wohnungen eingebrochen, im April 2019 in 27 Wohnungen – im April 2020 gab es lediglich zwölf Einbrüche.

Auch weniger Raubüberfälle

Auch die Zahl der Raubüberfälle ging im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurück – auf acht. Im April 2019 gab es in Münster 19 Raubüberfälle, im April 2018 14.

Eine ähnliche Entwicklung hat die münsterische Polizei bei Taschendiebstählen beobachtet – sie gingen gegenüber den April-Monaten 2018 (43 Straftaten) und 2019 (52) auf lediglich 18 zurück. Noch deutlicher fällt der Rückgang bei Straftaten gegen Senioren aus, unter denen die Polizei unter anderem den „Enkeltrick“ und Betrug durch falsche Polizeibeamte zusammenfasst. 21 Fälle registrierte die Behörde in diesem April, ein Jahr zuvor waren es 168, im April 2018 107 Fälle.

Kein Anstieg häuslicher Gewalt

Und auch zum befürchteten Anstieg häuslicher Gewalt kam es nicht, obwohl ein Großteil der Münsteraner wegen des Coronavirus in den eigenen vier Wänden blieb. 21 Fälle zählte die Polizei in diesem April, 29 waren es im April 2019 und 35 im April 2018.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7401619?categorypath=%2F2%2F2669082%2F2670173%2F2686135%2F2686808%2F2686822%2F
Nachrichten-Ticker