Benefizkonzert für die freie Theater-Szene
15.000 Euro eingenommen: Münsters Kultur zeigt Flagge

Münster -

Entertainer Götz Alsmann begeisterte am Samstag das Publikum bei einem Benefizkonzert am Hawerkamp. Das Publikum verfolgte das Event aus dem Auto.

Sonntag, 10.05.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 14:08 Uhr
Heimspiel im Autokino. Entertainer Götz Alsmann ließ sich nicht zweimal bitten und trat beim Benefizkonzert „Münster für Künstler“ auf. 300 Autos und auch Camping mit gut geschützten Insassen (kl. Bild) waren auf die Autokino-Fläche am Hawerkamp gerollt.
Heimspiel im Autokino. Entertainer Götz Alsmann ließ sich nicht zweimal bitten und trat beim Benefizkonzert „Münster für Künstler“ auf. 300 Autos und auch Camping mit gut geschützten Insassen (kl. Bild) waren auf die Autokino-Fläche am Hawerkamp gerollt. Foto: Wilfried Gerharz

In Corona-Notzeiten müssen Kulturfreunde und Künstler zu besonderen Mitteln greifen. Da bietet das gute alte Autokino Möglichkeiten, um Musiker, Entertainer und ein kulturbeflissenes Publikum sicher zusammenzubringen. Das Cineplex hatte als Veranstalter mit vielen Kooperationspartnern vom WDR über das Wolfgang Borchert Theater bis hin zur Stadt Münster das vergleichsweise spontane Großtreffen am Hawerkamp ausgerufen. Innerhalb nur eines Tages, so teilte Theater-Sprecher und Dramaturg Frederik Iven mit, war die Chose geritzt und der Laden ausverkauft. 300 Autos, größere und kleinere, rollten an.

Zu Beginn meldete sich der Schirmherr, OB Markus Lewe, zu Wort und lobte die „Pionierarbeit“ der münsterschen Kulturszene. Möglicherweise lieferte Münster an diesem lauen Mai-Abend sogar das erste großdimensionierte Live-Konzert seit dem Shutdown. Moderator Christoph Tiemann führte leicht und locker durch das Programm.

Chansons, Sisters und Alsmann

Den musikalischen Einstieg legten die beiden Schauspielerinnen Rosana Cleve und Ivana Langmajer vom Wolfgang-Borchert-Theater hin – mit dem Lied „Sisters“ der Gruppe S!sters. Nach ihnen traten die Newcomerin Van de Forst und der Chansonnier Jean Claude Séférian auf. Séférian bat zur Unterstützung seine Frau Christiane Rieger-Séférian am Klavier und Jan Klare am Saxophon mit auf die Bühne.

Nach Séférian betrat Götz Alsmann mit seiner Ukulele die Bühne und bot dem Publikum einen Querschnitt seines Programms. Den Abschluss bildete die münstersche Formation „Zucchini Sistaz“, die sich zur Unterstützung jeweils Götz Alsmann, Jean Claude Séférian und zu guter Letzt Van de Forst auf die Bühne holten. Mit Van de Forst spielten sie mit einer Cover-Version von Johnny Cashs „Ring of Fire“ das furiose Finale. Dazwischen gab’s Image-Filme der an der Charity-Aktion teilnehmenden Theater.

Einnahmen kommen Theatern zu Gute

Alle Einnahmen (also bisher 300 mal 50 = 15 000 Euro) kommen den freien und privaten Theatern zu Gute. Es darf, wie Frederik Iven mitteilte, weiter großherzig gespendet werden.

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