Abstellflächen in der Innenstadt
Eigene Parkplätze für Lastenfahrräder

Münster -

Die Stadt Münster hat bereits mehrfach den Kauf von Lastenrädern gefördert. Doch wo sollen die großen Räder geparkt werden, wenn die Einkäufe in der Innenstadt per Lastenrad erledigt werden? Die Stadt hat jetzt an mehreren Stellen Stellplätze eingerichtet.

Montag, 11.05.2020, 13:00 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 13:05 Uhr
Abstellflächen in der Innenstadt: Eigene Parkplätze für Lastenfahrräder
Einkäufe umweltfreundlich vom Markt nach Hause transportieren: Auf dem Domplatz sind nun auch acht Stellplätze für Lastenräder eingerichtet worden. Ein eigenes Parkschild kennzeichnet die Standorte. Foto: Stadt Münster

Das Amt für Mobilität und Tiefbau hat in der Frauenstraße, der Schillerstraße und am Domplatz Stellplätze für insgesamt 16 Lastenfahrräder eingerichtet. Drei weitere Lastenradstellplätze werden laut einer Mitteilung der Stadt in der Bismarckallee, nahe der Mensa am Aasee gebaut.

An den neu eingerichteten Abstellplätzen können die Lasten-Leezen sicher an einem Anlehnbügel angeschlossen werden. Die Stellplätze sind mit einem eigenen Schild oder einem Piktogramm für Lastenräder gekennzeichnet.

Zentrumsnahe Stellplätze

"Lastenräder erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Öffentliche Abstellanlagen für Lastenräder sind ein wichtiger Baustein, ihre Nutzung im Alltag komfortabler zu machen", freut sich Stadtbaurat Robin Denstorff über das neue Angebot. Nicht alle Besitzer eines Lastenrads hätten die Möglichkeit dieses auf Privatgrund sicher abzustellen, gerade in den dicht bebauten innenstadtnahen Wohnquartieren, zumal diese Räder mehr Platz als die "normalen" Fahrräder benötigen. Die Zahl der Lastenradstellplätze in diesen Quartieren soll weiter ausgebaut werden.

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Foto: Grafik: Stadt Münster

"Die geschaffenen Abstellanlagen für Lastenräder sind gezielt entlang bestehender und zukünftiger Fahrradstraßen in den zentrumsnahen Quartieren geplant worden. Der Standort am Domplatz ermöglicht zudem auch größere Einkäufe umweltfreundlich vom Markt mit dem Lastenrad nach Hause zu transportieren",  erläutert Max Stewen vom Fahrradbüro des Amtes für Mobilität und Tiefbau.  

Der Standort am Domplatz ermöglicht, größere Einkäufe umweltfreundlich vom Markt mit dem Lastenrad nach Hause zu transportieren.

Max Stewen

Um das Parken der üblichen Fahrräder auf den neu geschaffenen Abstellplätzen für Lastenräder zu vermeiden, wurden bei vier der fünf Standorte auch deren Abstellkapazitäten ausgebaut. Es müsse sich nun zeigen, wie die neuen Lastenradstellplätze angenommen werden. Danach könne entschieden werden, ob es Anpassungsbedarf hinsichtlich ihrer Erkennbarkeit und ihrer Benutzerfreundlichkeit gebe, so Stewen.

Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

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  • Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

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  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

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  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

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  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

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  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

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  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

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  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

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  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

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  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

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  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

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  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

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  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

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  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

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  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

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  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

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  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

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  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

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  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

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